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25.01.2012

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Brandenburg kann auf drei Oscars hoffen

Wim Wenders „Pina“ als bester Dokumentarfilm nominiert / Chancen für „In Darkness“ und „Anonymus“

POTSDAM - Pünktlich zum 100. Geburtstag der Filmstudios Babelsberg gibt es für Brandenburgs Filmlandschaft eine gute Nachricht: Gleich drei vom Filmförderer „Medienboard“ unterstützte Filme sind für den Oscar nominiert: Regisseur Wim Wenders kann mit seiner 3D-Hommage „Pina“ die Trophäe für den besten Dokumentarfilm gewinnen.

Das Shakespeare-Drama „Anonymus“ von Roland Emmerich wurde komplett in den Babelsberger Filmstudios gedreht und kann den Preis für das beste Kostümbild gewinnen. Der deutsch-polnisch produzierte Film „In Darkness“ ist einer von fünf Kandidaten für den Auslandsoscar.

Die Nominierung des polnischen Kriegsdramas sorgte unter den deutschen Produzenten für Begeisterung: „Damit zahlen sich für uns und viele andere lange Jahre Arbeit aus“, sagte Produzent Steffen Reuter. Große Teile des Films wurden in Babelsberg gedreht. „In Darkness“ handelt von einem Kanalarbeiter, der während des Zweiten Weltkriegs einer größeren Gruppe jüdischer Ghettobewohner das Leben rettet, in dem er sie in der Kanalisation versteckt. Regisseur Wim Wenders und sein Team sind stolz auf die Oscar-Nominierung für ihren Film „Pina“. „Zum zweiten Mal nach Buena Vista Social Club jetzt die Chance zu haben, im Rennen um die Oscars teilnehmen zu können, ist eine tolle Sache, zumal wir damit der erste 3D-Film sind, dem diese Ehre zuteil wird“, erklärte Wenders gestern.

Neben den drei Medienboardfilmen ist auch ein deutscher Nachwuchsregisseur für den Oscar nominiert. Der Hamburger Max Zähle schaffte es mit seinem Kurzspielfilm „Raju“ ebenfalls in die Oscar-Endrunde. Er wurde in der Kategorie „Live-Action-Kurzfilm“ nominiert.

Auch in der Königskategorie „Bester Film“ wird ein nicht-amerikanischer Film hoch gehandelt. Der französische Film „The Artist“ geht als großer Favorit ins Rennen um den begehrtesten Filmpreis der Welt. Insgesamt wurde der Film zehnmal nominiert.

Die häufigsten Nominierungen gibt es aber für den Streifen eines Altmeisters. Martin Scorseses Kinderbuchverfilmung „Hugo“ wurde von der Oscar-Jury gleich elfmal nominiert und hat beste Chancen, als bester Film ausgezeichnet zu werden. Ebenfalls als bester Film nominiert sind unter anderem Terrence Malicks Epos „Tree of Life“, „Midnight in Paris“ von Woody Allen und „The Descendants“ von Alexander Payne. Alle drei Filmemacher können auch auf den Preis für die beste Regie hoffen.

Meryl Streep könnte für ihre Darstellung als die „Eiserne Lady“ Margaret Thatcher ihren insgesamt dritten Oscar gewinnen. Bei den Männern sind außer George Clooney auch Brad Pitt und Gary Oldman im Rennen. (cmm)




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