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27.01.2012

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Potsdam kommt bei Flugrouten gut weg

Täglich 170 Flüge weniger als zunächst geplant

Für Potsdam fällt das Ergebnis der Flugroutendebatte eher positiv aus. Darin sind sich die Stadtverwaltung und das „Bündnis Berlin-Brandenburg gegen neue Flugrouten“ einig. Mit der Bekanntgabe der An- und Abflugtrassen für den Flughafen in Schönefeld ab Juni 2012 habe das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung „die positiven Erwartungen der Landeshauptstadt bestätigt“, erklärte Oberbürgermeister Jann Jakobs gestern. „Unser Engagement hat sich gelohnt. Die Flugsicherung hat die Bedenken der Region Potsdam ernst genommen und eine tragfähige Entscheidung getroffen“, sagte er.

Auch Markus Peichl vom Bündnis gegen neue Flugrouten sieht gegenüber den Planungen vom September 2010 eine „eindeutige Verbesserung“. Potsdam, Wannsee, Nikolassee, Mahlow/Nord und Zeuthen hätten nun 170 Überflüge weniger pro Tag zu erwarten, sagte Peichl. Die Region werde damit „nur noch relativ geringem Fluglärm ausgesetzt sein“.

Wegen der Entfernung Potsdams zu Schönefeld hätten die Flugzeuge bei Abflügen eine relativ große Höhe, so dass die Lärmbelastung „hoffentlich nur eine untergeordnete Rolle spielt“, erklärte der Oberbürgermeister. Die Beigeordnete Elona Müller-Preinesberger, die die Landeshauptstadt seit November 2010 in der Fluglärmkommission vertrat, verweist darauf, dass der Betrieb des Flughafens Tegel, der näher am Potsdamer Stadtgebiet liege, im Juni beendet werde und damit Belastungen für Potsdam wegfielen. „Wir hoffen, dass die Belastung in Potsdam, wo schon heute zahlreiche Flugzeuge im Anflug auf Tegel und Schönefeld in 900 Meter Höhe übers Stadtgebiet fliegen, nicht weiter zunimmt“, sagte die Beigeordnete.

Die Flughafenbetreiber seien nicht aus der Pflicht zu entlassen, „den Schutz vor Lärm als oberste Priorität zu begreifen und die Maßnahmen rasch und unbürokratisch umzusetzen“, fordert die Potsdamer CDU-Kreisvorsitzende Katherina Reiche. Ihre Bundestagskollegin Andrea Wicklein (SPD) sagte, sie bleibe „sehr skeptisch, ob bei Starts von der Nordbahn in Richtung West Lärm vermeidende Flugrouten für Potsdam und Potsdam-Mittelmark erreicht werden konnten“. Es bleibe das Geheimnis der Flugsicherung, warum sie mit der Flugfreigabe ab 1500 Metern nicht dem Vorschlag der Landeshauptstadt gefolgt sei, die Trassen entlang der A 10 zu nutzen. Stattdessen werde eine breite Verteilung der Überflüge erfolgen, kritisierte Wicklein und plädierte für eine Reform bei der Bürgerbeteiligung an Routenplanungen. (Von Volkmar Klein)


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In diesem Forum gibt es 2 Einträge

» peach4404 | 27.01.2012, 00:54

DRECKSCHLEUDER BBI BER


Flughafen = Betrüger. Wir werden krank und bekommen nun alle Überflüge ab. Ist das unser Flughafen. Wir nutzen ihn nicht mal.

Fam. Wegner - Mahlow.

» boehmoki | 27.01.2012, 09:53

Schutz von Weltkulturerbe


Potsdam wurde also verschont. Sicher wurde von den Verantwortlichen der Stadt und des Landes Brandenburg eine Gefahr für die vielen Gebäude, die dem Weltkulturerbe zugeordnet sind,ins Feld geführt und die geschichtsbewußten Entscheidungsträger für die Flugrouten sind diesen Vorgaben gefolgt. Luftverschmutzung durch Russ, Kerosin und anderer Gifte, sowie das Vibrieren des Bodens durch den hohen Geräuschpegel, könnten immense Schäden an den Gebäuden hervorrufen und dann enorme Summen der Restauration verschlingen. Auch die Arbeitssituation der vielen Beamten in Stadt und Landesbehörden in ihren Behörden und Ämtern, deren Leistungsfähigkeit durch zu viel Fluglärm doch sehr eingeschränkt worden wäre, (wie soll man bei diesem Lärm auch schlafen!) dürfte hierbei eine wesentliche Rolle gespielt haben. Auch Berlin hat sich wohl sehr eindringlich für den Schutz der Mitte von Berlin mit seinen geschichtsträchtigen Bauten eingesetzt und Herr Wowereit kann schließlich nicht Party feiern, wenn der Fluglärm das Partygetuschel und die Musike überlagern würde. Also haben die Verantwortlichen von Berlin und Brandenburg, Herr/Frau Wowereit und Herr Platzeck, nur Gutes im Schilde geführt, als sie sich dermaßen für die jetzt gültige Regelung eingesetzt haben und diese nun auch noch vehement verteidigen. Wir Wähler sind aber eigentlich die Dummen, die Schafherde, die sich von diesen beiden Oberhirten haben auf die Lärmschlachtbank führen lassen. Leider haben zu viele heutige Wutbürger ihr Wahlkreuz wohl an der falschen Stelle gemacht, aber wem sollte man, in heutiger Zeit, in der Politik eigentlich noch vertrauen können? Mit Sicherheit werden diese beiden bereits den nächsten Hammer in Vorbereitung haben: Die 3. Startbahn! Allen Beteuerungen und Versprechungen zum Trotz, sie wird kommen, so sicher wie es die vier Jahreszeiten gibt!
Thomas Böhm aus Zossen

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