Für Potsdam fällt das Ergebnis der Flugroutendebatte eher positiv aus. Darin sind sich die Stadtverwaltung und das „Bündnis Berlin-Brandenburg gegen neue Flugrouten“ einig. Mit der Bekanntgabe der An- und Abflugtrassen für den Flughafen in Schönefeld ab Juni 2012 habe das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung „die positiven Erwartungen der Landeshauptstadt bestätigt“, erklärte Oberbürgermeister Jann Jakobs gestern. „Unser Engagement hat sich gelohnt. Die Flugsicherung hat die Bedenken der Region Potsdam ernst genommen und eine tragfähige Entscheidung getroffen“, sagte er.
Auch Markus Peichl vom Bündnis gegen neue Flugrouten sieht gegenüber den Planungen vom September 2010 eine „eindeutige Verbesserung“. Potsdam, Wannsee, Nikolassee, Mahlow/Nord und Zeuthen hätten nun 170 Überflüge weniger pro Tag zu erwarten, sagte Peichl. Die Region werde damit „nur noch relativ geringem Fluglärm ausgesetzt sein“.
Wegen der Entfernung Potsdams zu Schönefeld hätten die Flugzeuge bei Abflügen eine relativ große Höhe, so dass die Lärmbelastung „hoffentlich nur eine untergeordnete Rolle spielt“, erklärte der Oberbürgermeister. Die Beigeordnete Elona Müller-Preinesberger, die die Landeshauptstadt seit November 2010 in der Fluglärmkommission vertrat, verweist darauf, dass der Betrieb des Flughafens Tegel, der näher am Potsdamer Stadtgebiet liege, im Juni beendet werde und damit Belastungen für Potsdam wegfielen. „Wir hoffen, dass die Belastung in Potsdam, wo schon heute zahlreiche Flugzeuge im Anflug auf Tegel und Schönefeld in 900 Meter Höhe übers Stadtgebiet fliegen, nicht weiter zunimmt“, sagte die Beigeordnete.
Die Flughafenbetreiber seien nicht aus der Pflicht zu entlassen, „den Schutz vor Lärm als oberste Priorität zu begreifen und die Maßnahmen rasch und unbürokratisch umzusetzen“, fordert die Potsdamer CDU-Kreisvorsitzende Katherina Reiche. Ihre Bundestagskollegin Andrea Wicklein (SPD) sagte, sie bleibe „sehr skeptisch, ob bei Starts von der Nordbahn in Richtung West Lärm vermeidende Flugrouten für Potsdam und Potsdam-Mittelmark erreicht werden konnten“. Es bleibe das Geheimnis der Flugsicherung, warum sie mit der Flugfreigabe ab 1500 Metern nicht dem Vorschlag der Landeshauptstadt gefolgt sei, die Trassen entlang der A 10 zu nutzen. Stattdessen werde eine breite Verteilung der Überflüge erfolgen, kritisierte Wicklein und plädierte für eine Reform bei der Bürgerbeteiligung an Routenplanungen. (Von Volkmar Klein)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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