WUSTERMARK - „So, das Thema Kraftwerk ist abgeschlossen“, sagte Wustermarks Ortsvorsteher Manfred Rettke (SPD) nach der Abstimmung. Der Ortsbeirat hat sich am Donnerstagabend als erstes Gremium abschließend mit dem Bebauungsplanentwurf beschäftigt, der die Kraftwerksfläche im Güterverkehrszentrum umfasst. Der Plan wurde mit vier zu einer Stimme abgelehnt. Da die Kraftwerksgegner von SPD und CDU im Ortsbeirat die Mehrheit stellen und die Befürworter von der Wustermarker Wählergemeinschaft (WWG) eine Vertreterin haben, kam das Ergebnis nicht unerwartet.
Publikum fehlte weitgehend. Das hielt die Ortsbeiratsmitglieder aber nicht davon ab, ihre kontroversen Meinungen zu dem umstrittenen Vorhaben Gaskraftwerk auszutauschen. „Es geht nicht nur um zu erwartende Einnahmen beim Gaskraftwerk. Ich persönlich befürworte jede noch so kleine Maßnahme, die hilft, sich von der Atomkraft zu lösen“, sagte Elke Schiller (WWG), die in der Sitzung gegen vier Männer stand. „Fakt ist, dass der Geschäftsführer von Wustermark-Energie, Herr Siegmund, uns jahrelang vorgegaukelt hat, dass in naher Zukunft Goldstücke vom Himmel fallen“, so Helmut Lange (SPD) mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit des Projektes, die jüngst in den Fokus geriet. Sein Parteikollege Rettke fand, so ein Kraftwerk, wenn auch kleiner, müsse dahin, wo der Strom gebraucht werde, etwa in Bayern. Roland Mende (CDU) hält die Energiepolitik in Brandenburg insgesamt für undemokratisch und das Gaskraftwerk für überflüssig. Günter Nagel (CDU) dankte der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk, weil sie dafür gesorgt habe, dass die geplante Wasserkühlung der Anlage vom Tisch kam. „Die WWG ist selbst dafür gewesen“, fügte er an. Elke Schiller konterte, „die Gegner klammern sich an jeden Strohhalm“. Sie war aber dafür, den Bewohnern der Zeestower Straße, die am nächsten dran sind, „in irgendeiner Weise“ beschützend entgegenzukommen.
Am Tisch saß auch Gemeindebürgermeister Holger Schreiber (parteilos). Ohne Emotionen zu zeigen, erläuterte er einiges zum B-Plan. Unter anderem sagte er, dass artenschutzrechtliche Belange, die zuletzt geprüft wurden, den Behörden jetzt ausreichen. Schreibers Worten war nicht zu entnehmen, wie er sich am Entscheidungstag in der Gemeindevertretersitzung verhalten wird – ob er ablehnt, wie die Gaskraftwerksgegner von ihm erwarten, oder zustimmt, um die Gemeinde finanziell voranzubringen, wie andere fordern.
Im Publikum saßen vier Zuhörer, darunter Burckhard Ebeling, Sprecher der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk. „Es sind wohl alle etwas müde“, flüsterte er, auf das geringe Interesse angesprochen. Er rechnet damit, dass die Resonanz wieder wächst, wenn demnächst im Bauausschuss und in der Gemeindevertretung verhandelt wird. (Von Anke Fiebranz)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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