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28.01.2012

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Wohnungsbauer contra Glasfaser

Telekom rüstet 15 000 Wohnungen mit rasantem Internet aus / Genossenschaften zeigen kaum Interesse

POTSDAM / POTSDAM-WEST/WALDSTADT - Mit Ausnahme der Wohnungsbaugenossenschaft „Daheim“ hat derzeit keine genossenschaftliche Potsdamer Wohnungsgesellschaft Interesse an einer Ausrüstung ihres Bestandes mit schnellen Glasfaser-Leitungen der Telekom. Das erklärte das Unternehmen gestern auf Nachfrage. Auf der Cebit 2011 war die Telekom mit Modellprojekten in mehreren deutschen Städten gestartet, darunter Potsdam. Im Anschlussbereich Potsdam-West und Waldstadt konnten alle Hausbesitzer in den vorzeitigen und vergünstigten Genuss eines Glasfaser-Anschlusses kommen, über den das Internetsurfen mit 20- bis 40-facher Geschwindigkeit gegenüber heutigen DSL-Anschlüssen funktioniert. 21 000 Wohnungen wollte die Telekom bis Jahresende anschließen, nun sind es nur 15 000 geworden, weil die Gesellschaften mehrheitlich kein Interesse zeigten – dafür aber Eigenheimbesitzer, Eigentümergemeinschaften und Privatvermieter. Die Telekom erklärte sich enttäuscht. „Die Chance, Mietern kostengünstig eine zukunftsweisende Technologie zur Verfügung zu stellen, haben diese Gesellschaften vertan und setzen damit auch ein Stück Zukunft in der Landeshauptstadt aufs Spiel“, sagte Telekom-Sprecher Jürgen Will. Viele Unternehmen hätten der Telekom nicht einmal Leitungsrechte auf ihrem Grundstück eingeräumt, um andere Interessenten zu versorgen.

Die Ausbauplanung ist vorerst abgeschlossen, Mitte des Jahres sollen die ersten über die Glasfaser surfen können. Sollten doch noch Gesellschaften aufspringen wollen, sei dies zwar möglich, aber deutlich aufwändiger und teurer als beim Einführungsangebot, so die Telekom.

Zu den Gründen der Unternehmen war gestern nur wenig zu erfahren. Die WBG 1903 hatte bereits im Sommer knapp mitgeteilt, man werde sich nicht beteiligen. Für die PWG 1956 sagte Technikvorstand Matthias Pludra, man stehe der neuen Technik positiv gegenüber, habe aber noch keine Einigung gefunden. Auch seien einige technische Belange noch nicht geklärt.

Horst Müller-Zinsius, Chef des größten Vermieters, der kommunalen Immobilienholding Pro Potsdam, sagte, man habe 2011 die Signal-Versorgung für die eigenen Objekte europaweit ausgeschrieben und das der Telekom mitgeteilt. Sie habe kein Angebot abgegeben, es handle sich daher um „ein selbst gewähltes Schicksal“. Stattdessen versorge man die Mieter nun weiter über die Firma Telecolumbus, die jetzt allerdings günstiger liefere. Die Telekom habe seit letztem Sommer nicht mehr mit der Pro Potsdam über ihre Glasfaserpläne gesprochen. (Von Jan Bosschaart)


Lichtgeschwindigkeit:

Glasfaserkabel bestehen aus durchsichtigen Fasern, in denen sich Signale mit Lichtgeschwindigkeit verbreiten.

Bisher bilden Glasfasernetze das Rückgrat der Kommunikationsnetze, zu den Häusern führen meist Kupfer-Doppeladern. Weil dank des Internets die benötigte Bandbreite ständig steigt, rückt die optische Übertragung aber immer näher zum Kunden.

Mit FTTH (Fiber to the home) rückt nun der letzte Ausbauschritt heran – die Glasfaser bis in die Wohnung. Dadurch werden enorme Datenraten möglich – können handelsübliche DSL-Anschlüsse heute bis 16 Millionen Informationen pro Sekunde übertragen (VDSL bis 50), so sind es bei FTTH im Vollausbau bis zu 2 Milliarden pro Sekunde. MAZ



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In diesem Forum gibt es 1 Eintrag

» danman | 31.01.2012, 01:01

kein glasfaser bei Genossenschaften


na das stinkt doch stark nach Bestechung. Das kennen wir doch von den Eistruhen bei den Tankstellen. Da werden geheime Verträge gemacht die es anderen Anbietern unmöglich machen als Konkurrent auftutreten. Wenn ich es richtig gelesen habe wird sogar der VDSL Überbau verhindert in dem auf dem Gelände der Genossenschaften nicht mal dieser Ausbau gestattet wird.
Dafür werden neue Verträge gemacht mit einem Unternehmen welches sehr Fragwürdig sich aus der Insolvens befreit hat. Firmensitzverlegung nach England um dort nach einem Jahr größtenteils entschuldet zu sein. Einem solchem Unternehmen kann man nicht vertrauen.
Und die Stadt schaut wieder einmal zu. Wie es in unserer Regierung vorgelebt wird so ist es auch im kleinen. Und die Leidtragenden sind die kleinen Leute. Ist so eine Marktbehinderung nicht sogar verboten? Ich frage mich schon eine Weile wo der Energiezähler für die Technik von Telekolumbus ist. Ich finde bei uns keinen. Zahlen etwa die Mieter den Stromverbrauch? Das ist Traurig. Die schwachen Leitungen von Telekolumbus können gar nicht die Poweruser die nur auf das Glasfaser gewartet haben aufnehmen. Wenn die kommen werden die Netze gnadenlos zusammenbrechen. Viel Spass dann den Genossenschaften wenn ihre aufgebrachten Mieter Entschedigungen haben wollen.

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