LUCKENWALDE - Mit weißen Lilien erinnerten Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD), Stadtverordnete und Einwohner am bundesweiten Gedenktag gestern Nachmittag im Foyer des Rathauses der Opfer des Nationalsozialismus.
Die Worte des Gedenkens sprach diesmal Heidemarie Migulla, Mitglied der Links-Fraktion und Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung. Nach dem Lied „Die Moorsoldaten“ las sie aus dem Buch „Meine unruhigen Jahre“ von Erwin Geschonneck. Der 2008 verstorbene bekannte Schauspieler war in den Jahren von 1939 bis 1945 in mehreren Konzentrationslagern inhaftiert und schrieb seine Lebenserinnerungen später auf.
„Für mich begannen die furchtbarsten Tage meiner ganzen Haft“, zitierte Heidemarie Migulla Geschonnecks Tortur im KZ Sachsenhausen. Der Autor berichtete von systematischer Menschenvernichtung, von Erniedrigung und menschenverachtenden Experimenten während der Herrschaft der Nationalsozialisten. „Ich kenne nur zwei Personen, die diese Experimente überlebt haben – beide sind geisteskrank“, schrieb Geschonneck. Im Rathaus-Foyer herrschte beklemmende Stille.
Zuvor hatten am Mittag Mitglieder des CDU-Stadtverbandes Luckenwalde gemeinsam mit CDU-Stadtverordneten an der Kriegsgräberstätte Stalag der Opfer des Nazi-Regimes gedacht. Sven Petke erinnerte an die Aktion „Stolpersteine“ – eine Initiative der Christdemokraten –, die man aktiv fortsetzen wolle. „Das Gedenken an die Nazi-Opfer sollte man nicht im Verborgenen, sondern öffentlich stattfinden lassen“, so Petke. Am Nachmittag fanden sich CDU-Mitglieder auch im Rathaus-Foyer ein.
Im Anschluss an die Gedenkfeier im Rathaus versammelten sich Mitglieder und Sympathisanten der Linkspartei gestern noch am Ehrenhain am Stadtpark, um dort der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. (Von Elinor Wenke)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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