NEURUPPIN - Heimlich, still und leise hat es einen Wechsel in der Geschäftsführung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Neuruppin gegeben: An der Spitze steht seit Jahresbeginn nicht mehr Dietrich Werner, der den ASB seit der Gründung 1990 leitete, sondern Katrin Köppen.
Die 44-Jährige ist gebürtige Berlinerin. Sie wuchs in Kleinmachnow auf und lebt seit 1996 in Neuruppin. Die Diplom-Ingenieurökonomin hat an der TU Dresden studiert. Sie ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Seit 1997 arbeitet sie beim ASB – erst als Buchhalterin, dann beim Controlling und in der Personalabteilung.
Dietrich Werner steht Katrin Köppen weiter helfend zur Seite, für mindestens zwei Jahre. „Einen Führungswechsel in so einem Unternehmen muss man vernünftig vorbereiten“, sagt der 63-Jährige. Er kümmert sich nun mehr um die strategische Ausrichtung des ASB und um neue Projekte, während Katrin Köppen für das Tagesgeschäft zuständig ist – also für die Senioren-Wohngemeinschaften, die Sozialstationen und Seniorenhäuser sowie die drei Kitas. „Wir sind wirklich ein super Team und haben eine gute Arbeitsteilung“, sagt Dietrich Werner.
Als größte Herausforderung für den ASB sieht Katrin Köppen den demografischen Wandel, die Tendenz, dass es immer mehr ältere und immer weniger junge Leute in der Region gibt. „Wir brauchen weiter gut qualifizierte Fachkräfte“, sagt die ASB-Chefin. Deshalb will der ASB künftig verstärkt auf Ausbildung setzen und dafür auch neue Konzepte probieren. Denn nicht nur die Zahl der Älteren und Pflegebedürftigen wird größer, auch deren Verhalten gegenüber den Pflegediensten wie dem ASB ändert sich. „Die Leute werden anspruchsvoller. Sie haben konkrete Wünsche zur Pflege und zur Unterbringung“, sagt Dietrich Werner. „Das sagen sie uns auch ganz deutlich. Und darauf müssen wir uns einstellen“, ergänzt Katrin Köppen. Der ASB versucht dem Rechnung zu tragen, indem er die Senioren und Pflegebedürftigen sowie deren Angehörige in mehr Entscheidungen einbezieht. Beispielsweise was mit dem Haushaltsgeld einer Senioren-WG angeschafft werden soll. „Das ist anstrengend und auch langwierig, aber an der Selbstbestimmung der Menschen auch im Alter führt kein Weg vorbei. Zudem macht diese Arbeit auch deutlich mehr Spaß“, sagt Dietrich Werner. Auch müsste es möglich sein, dass ein Senior mal bis um 11 Uhr schläft oder dreimal am Tag duscht, wenn er das will.
Dietrich Werner ist froh, dass das Land diesen Weg des ASB unterstützt. Denn die strengen Finanzierungsregeln ließen eigentlich nur wenig Spielraum für neue Pflege- und Betreuungsmodelle, die zeitaufwändig sind. „Doch auch unsere Mitarbeiter müssen lernen, sich zurückzunehmen“, sagt Katrin Köppen. Anspruch des ASB ist dabei ein Leitsatz von Maria Montessori, den die italienische Ärztin und Reformpädagogin eigentlich für Kinder entwickelt hat: „Hilf’ mir, es selbst zu tun.“ (Von Andreas Vogel)
Nur noch wenige Wochen, dann sind die Tage wieder länger als die Nächte. Der Abgesang des Winters wird am Himmel durch einen gut zu beobachtenden Wettlauf zwischen den Planeten Venus und Jupiter begleitet. Auch Mars und Saturn sind zunehmend besser zu sehen. Und man kann den Orionnebel genauer beobachten, ein Lieblingsobjekt der Hobby-Astronomen. Denn man schaut in einen „Kreißsaal“ für Sterne.
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