POTSDAM - Börsenspiel, Wissensolympiaden, Schülerzeitung, Internetauftritt: Nach Schulschluss ist für André Kinnigkeit längst noch nicht Feierabend. Der Mathematiklehrer an der Oberschule Elstal (Havelland) engagiert sich auch über den regulären Unterricht hinaus für seine Schüler und begeistert sie fürs Lernen. Gestern wurde sein Einsatz gewürdigt: Als einer von insgesamt 18 Lehrern wurde er in Potsdam erstmals mit dem „Brandenburgischen Lehrerinnen- und Lehrerpreis“ ausgezeichnet.
„Lehrer ist ein schöner, aber schwerer Beruf“, sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) gestern bei der Festveranstaltung in der Staatskanzlei. Lehrern gelte oft eine „misstrauische Aufmerksamkeit“. Auch um deren gesellschaftliches Ansehen zu verbessern, sollen künftig einmal jährlich Pädagogen mit dem undotierten Preis geehrt werden.
Mehr als 40 Lehrer waren für die Auszeichnung nominiert. Die Vorschläge kamen von Schulen, Schülern und Eltern. Nach der Vorauswahl durch die staatlichen Schulämter traf eine Jury des Bildungsministeriums mit Vertretern des Landeseltern- und des Landesschülerrates die Entscheidung und wählte einen Preisträger pro Landkreis und kreisfreier Stadt aus. Bildungsministerin Martina Münch (SPD) zeigte sich von den eingesandten Vorschlägen beeindruckt. „Die ausgezeichneten Lehrer belegen, dass es an vielen Schulen kreatives Potenzial und große Leidenschaft gibt.“ (mak)