
Roland Heigel
Brandenburgs Störche haben Glück. Denn etwa 40 Weißstorchbetreuer kümmern sich um ihre Belange. Die Storchbetreuer sind fast alle im NABU Brandenburg organisiert. Einer von ihnen ist Roland Heigel. Im Jahr 2001 trat er die Nachfolge von Manfred Kleeßen an und ist seitdem der Weißstorchbetreuer des Altkreises Oranienburg. Hinweise zu Störchen seiner Region nimmt er gern entgegen: r.heigel(at)gmx.de. Roland Heigel informiert hier laufend aktuell über das Storchengeschehen im Altkreis Oranienburg.
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08.01.2013: Den Jahreswechsel hat der Storch aus Oranienburg-Eden, der nicht in den Süden flog, in der Voliere bei Familie Heigel in Wensickendorf gut überstanden. Sein Gesundheitszustand hat sich stabilisiert. Ein Grund, warum der Storch nicht mit den anderen Störchen Ende August in den Süden geflogen ist, konnte nicht ermittelt werden. Mitte März wird der Storch wieder freigelassen. Zuvor wird er noch einen Ring erhalten.

Foto: Roland Heigel
17.12.2012: Familie Heigel in Wensickendorf (Oberhavel) hat seit dem dritten Advent einen neuen Bewohner: den Storch aus Oranienburg-Eden, der einfach nicht wie seine Artgenossen in den Süden fliegen wollte. Weil der Rotschnabel offensichtlich immer schwächer wurde, hat Storchenbetreuer Roland Heigel den Vogel eingefangen und in Pflege genommen. » weiter
07.12.2012: Die Störche sollen es gut haben bei den Siefkes in Klein-Ziethen. Darum hat sich die Familie Ende November daran gemacht, den Horst auf ihrem Grundstück auszubessern. Dem Storchenbetreuer Roland Heigel war zuvor aufgefallen, dass das Nest auf dem Schornstein der Scheune zu groß und zu unsicher war. Die Mörtelfugen zwischen den Klinkersteinen aus der Kaiserzeit waren instabil geworden, und der Schornstein war nicht mehr standsicher. Außerdem bot der dünne Schornstein (40x45cm) nicht genügend Fläche, um das immer schwerer werdende Nest (derzeit 920kg) zu halten. So machte sich Familie Siefke an die Arbeit: Der Schornstein wurde durch eine Bohrung im Nest mit Beton ausgegossen und das Nest durch zusätzliche Stützen gesichert. Familie Siefkes wartet nun auf die Rückkehr der Störche im April.
Familie Siefkes hat das Gedeihen "ihrer" Störche das Jahr über verfolgt und schreibt folgendes: „Im Juni des Jahres sind drei Storche in Klein-Ziethen geschlüpft. Die Eltern haben überaus fleißig genügend Futter herangeflogen, so dass die Kleinen bestens versorgt waren. Durch den sehr nassen Sommer gab es genügend Nahrung, aber zumindest für die Nesthocker war das Wetter nicht sehr behaglich. Zwischenzeitlich sahen die Drei eher wie kleine Ferkel aus. Alle drei Jungstorche haben dann relativ früh - in der ersten Augustwoche - ihr Nest verlassen. Hoffen wir, dass der nächste Sommer besser wird. Seit dem Frühsommer steht eine Rastbank mit einer Informationstafel vor dem Storchengrundstück in der Wolfslaker Straße. Vorbeikommende sind herzlich eingeladen innezuhalten und Natur und Storche zu genießen und sich bei Bedarf über die Storche zu informieren. Wir geben auch gerne Auskunft.”
06.12.2012: Der erste Schnee ist gefallen, und der Storch in Oranienburg-Eden ist immer noch da. Durch den Schnee wird die Futtersuche heikel, so dass Storchenbetreuer Roland Heigel heute Abend erstmals versucht hat, dem Tier zuzufüttern.
12.11.2012: Ein Storch auf einem Schornstein in Oranienburg-Eden ist der einzige Storch, der den Altkreis Oranienburg bisher nicht verlassen hat. „Ob der Edener Storch den ganzen Winter über hier bleibt, weiß ich nicht”, sagt Storchenbetreuer Roland Heigel. Dies sei aber kein Grund zur Sorge.
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07.11.2012: Anfang der Woche wurde im Altkreis Oranienburg ein weiterer Horst "verschönert": Die Kranfirma Mario Meinke hat in Abstimmung mit Dieter Blumberg und dem Storchenbetreuer Roland Heigel das Nest in Schwante teilabgetragen. In dem Nest war im Laufe der Jahre das Nistmaterial so hoch angewachsen, dass es instabil war. Um möglichen Schäden vorzubeugen, wurde nun etwa ein Drittel des Nistmaterials abgetragen. In dem Horst wurden seit 1970 87 Junge aufgezogen.
Auch die Kamera auf dem gegenüberliegenden Haus wird nun tiefer in die Nestmulde schauen können. Wenn die Störche Ende März 2013 diesen Horst wieder besetzen, kann man das Geschehen im Internet unter oberkrämer.de beobachten.
05.11.2012: Am Freitag ist das 2004 durch einen Blitzeinschlag beschädigte Storchennest in Kremmen teilabgetragen worden, um den Nistplatz für Störche wieder attraktiv zu machen. Nach dem Unglück hatte zunächst ein Paar erfolglos versucht, Junge aufzuziehen, danach wurde der Horst nur von Einzelstörchen aufgesucht. Das Nest verwitterte, Nistmaterial brach ab. Auf Initiative des Storchenbetreuers Roland Heigel und nach Absprachen mit der Stadt Kremmen konnte das Nest endlich teilabgetragen werden. Die Firma Dummer übernahm die Arbeiten. Die Kosten wurden von der Stadt übernommen.
18.10.2012: In Oranienburg-Eden hält sich noch ein Altstorch auf. Viele interessierte Anwohner und der Storchenbetreuer beobachten sein Verhalten und sind gespannt, wann er eventuell doch noch in den Süden zieht. Die kühleren Temperaturen stören den Storch nicht. Nahrung findet er ausreichend, und solange er diese findet, gibt es keine Bedenken.
Auch wenn die Störche im Süden sind, hat der Storchenbetreuer weiter zu tun: Nun beginnen die Instandsetzungsarbeiten an den Horsten.
13.09.2012: Nun sind auch die Störche in Schmachtenhagen abgeflogen. Die Störche wurden am 3. September das letzte Mal am Horst beobachtet (siehe Foto). Demnach haben die Altstörche mit dem Jungen am 4. September den Flug nach Afrika angetreten.
Während sich die Störche in Afrika aufhalten, sind einige Instandsetzungen an den Horsten notwendig.
23.08.2012: Im Altkreis Oranienburg sind bereits 78 Jungstörche und fast alle Altstörche in den Süden abgeflogen. Sie fliegen über Osteuropa in die Türkei, überqueren den Bosporus und gelangen vom Libanon und Israel auf die Sinai-Halbinsel. Über den Golf von Suez erreichen sie in Ägypten Afrika und folgen von dort aus dem Niltal nach Süden. Nach einer mehrwöchigen Rast in den Savannen brechen sie dann zur letzten Etappe nach Ost- und Südafrika auf.
Das Storchenpaar in Schmachtenhagen füttert noch fleißig ihr Junges und wird, wenn das Junge flugfähig ist, eventuell auch diese Wegstrecke nach Afrika zurücklegen.
Die Jungstörche in Wensickendorf sind bereits am 6. August in den Süden aufgebrochen. Die Altstörche haben den Flug am 17. August angetreten. Seitdem ist der Horst ist leer. » Bildergalerie
23.07.2012: Auf den Bildern ist zu erkennen, wie unterschiedlich die Jungstörche im Altkreis Oranienburg entwickelt sind. Die ersten fliegen schon, aber zum Beispiel der Jungstorch in Schmachtenhagen braucht noch einige Zeit.
17.07.2012: In diesem Jahr haben sich im Altkreis Oranienburg 36 Storchenpaare gefunden. Fünf von ihnen konnten keine Jungen aufziehen. Die anderen 31 Paare haben 79 Junge großgezogen.
Auf der Nisthilfe in Hohenbruch an der Hohenbrucher Straße hat das Storchenpaar drei Junge aufgezogen. In Schmachtenhagen füttern die Störche noch ein Junges. Auf diesem Horst sind die Jungen erst vor vier Wochen geschlüpft.
In Flatow haben sich die Störche nach einer längeren Unterbrechung wieder auf dem Dach in der Hauptstraße niedergelassen. Diese Nisthilfe (Dachreiter) ist die einzige im Altkreis Oranienburg, die von den Störchen angenommen wurde (siehe Foto).
Eine spektakuläre Beobachtung des Storchenbetreuers: In Wensickendorf hatte ein Altstorch eine Rehkitzkeule von 38 cm verschlungen und diese am Horst wieder ausgewürgt. Das Rehkitz war vermutlich in ein Mähwerk geraten. Normalerweise zählt Wild nicht zum Nahrungsspektrum von Störchen.
14.07.2012: In Hohenbruch und Groß-Ziethen wurdem in den vergangenen Wochen Jungtiere aus den Nestern geworfen. Eine Reiterin fand einen jungen Storch in Groß-Ziethen und gab ihn beim Storchenbetreuer Roland Heigel ab. Wenige Tage später starb das Tier jedoch. Auch in Hohenbruch fanden Passanten einen verletzten Jungstorch. Das Tier - auf den Namen Otto getauft - ist inzwischen wohlauf und wird von Roland Heigel in Wensickendorf gepflegt.
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19.06.2012: Die letzten Störche sind nun endlich auch in Schmachtenhagen geschlüpft. In Zehlendorf (siehe Foto) werden drei Junge fleißig gefüttert. Auch in den Horsten in Neuholland und Hohenbruch gibt es drei Junge, in Schönfließ und Mühlenbeck jeweils zwei Junge. Auch in diesem Jahr konnte wieder beobachtet werden, dass einige Jungstörche aus den Horsten geworfen wurden. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Reicht die Nahrungsgrundlage nicht?
05.06.2012: Am 31. Mai konnten 31 Storchenpaare an ihren Horsten beobachtet werden. In drei Horsten wird noch gebrütet. Bei den Anderen werden die Jungen fleißig gefüttert. In Kremmen Am Kanal hat sich doch noch ein Paar gefunden. In Nassenheide sind die Störche von einem Mast auf einen Schornstein umgezogen und füttern bereits die Jungen.
07.05.2012: In Kremmen auf dem Horst am Markt sind die ersten Jungen geschlüpft. Ihre Eltern waren bereits am 4. und 6. März aus dem Süden zurückgekommen.
Die neu eingerichtete Nisthilfe in Sommerfeld an der Hohenbrucher Straße wurde von den Störchen angenommen. Sie brüten bereits.
Im Altkreis Oranienburg sind zur Zeit 32 Horste mit je einem Storchenpaar besetzt. In Kremmen am Kanal, in Schmachtenhagen, in Teschendorf an der Dorfstraße sowie der zweite Horst in Wensickendorf sind noch nicht besetzt.
03.05.2012: Bei den Störchen ist es recht ruhig geworden, denn in den meisten Nestern wird gebrütet. Beim Storchenpaar in Wensickendorf wurde ein viertes Ei gelegt. Der erste Nachwuchs wird am 21. Mai erwartet.
22.04.2012: Bis zum heutigen Tag sind im Altkreis Oranienburg bereits 29 Horste bezogen, und es wird zum größten Teil schon gebrütet. Im Horst in Wensickendorf wurde heute das dritte Ei gelegt.
16.04.2012: Auch übers Wochenende sind weitere Störche in Oberhavel eingetroffen. In Schwante, Neuholland und in Sommerfeld haben sich die Paare gefunden.
In Wensickendorf ist am Freitag, 13. April, ein Störchenmännchen eingetroffen - zehn Tage später als das Weibchen. Ein Ei wurde am Sonnabend gelegt und sofort aus dem Horst geworfen. Das Ei wird nicht befruchtet gewesen sein, da das Männchen dafür zu spät eingetroffen ist.
Bereits am 18. März konnte eine Familie in Zehlendorf zwei Graugänse auf dem Storchenhorst beobachten. Die Gänse sind weitergezogen, und am 7. April wurde das Nest von Störchen besetzt.
10.04.2012: Inzwischen sind im Altkreis Oranienburg weitere Störche eingetroffen. In Schönfließ hat sich heute ein zweiter Storch dazugesellt (siehe Foto). Hier ist nun das Paar komplett. Auch in Kuxwinkel, Freienhagen, Velten, Nassenheide und zwei Mal in Zehlendorf haben sich die Paare gefunden. In Wensickendorf, Germendorf sowie unter anderem in Neuholland am Sperberhof warten die Störche noch auf ihre Partner.
05.04.2012: In Wensickendorf ist am 3. April ein Storch angekommen! Damit wird es wieder spannend beim Blick ins Storchennest. Auch in Schönfließ und in Hohenbruch sind die ersten Störche gelandet. In Kremmen auf dem Schornstein bei Lidl und in der Ruppiner Str. sind die Storchenpaare bereits komplett.
28.03.2012: Früher als erwartet sind bereits weitere Störche im Altkreis Oranienburg gelandet. Am 23. März landete ein Storch auf dem Horst Eden in Oranienburg. Zwei Tage später fand sich auch sein Partner ein.
26.03.2012: Seit dem Wochenende ist die Kamera mit Blick ins Storchennest in Wensickendorf wieder aktiv. In einer Bildergalerie wird das Geschehen in dem Nest bis zum Abflug der Störche im Spätsommer dokumentiert.
Einige Störche haben schon das Taurus-Gebirge überflogen und sind bereits in der Türkei. Andere halten sich noch in Israel auf. Wenn die Witterungsbedingungen es erlauben, könnten im Altkreis Oranienburg zum Wochenende die ersten Störche, die die Ostroute fliegen, eintreffen.
08.03.2012: Auf einer abgebrochenen Pappel in Kremmen - Am Kanal - siedelten sich 2009 zwei Störche an. Sie brüteten erfolgreich, es wurden zwei Jungstörche aufgezogen. Im darauffolgendem Jahr war es ein Junges. 2011 konnten Anfang Juli zwei Jungstörche über den Nestrand schauen. Dem folgenden Dauerregen und heftigen Sturmböen hielt die Pappel mit dem Horst jedoch nicht stand, der Horst stürzte ab. Die zwei Jungen kamen dabei ums Leben. Die Altstörche versuchten vergebens, einen neuen Horst auf der abgebrochenen Pappel zu errichten. So entschloss ich mich als Storchenbetreuer, einen Ersatz zu schaffen. Mit Hilfe der E.ON edis AG, der unteren Naturschutzbehörde und der Bauschlosserei Knop aus Neuholland gelang es, am 8. März mit Zustimmung der Grundstückseigentümer eine neue Nisthilfe aufzustellen. Alle Beteiligten hoffen, dass die Störche ihre neue Nisthilfe annehmen.
06.03.2012: Nur zwei Tage nach Ankunft des ersten Storches in Oberhavel und viel früher als erwartet traf am Dienstag seine Partnerin ein. Sie ist damit der zweite Storch in Oberhavel. Beide besetzen das Nest am Alten Markt/ Dammstraße in Kremmen.
04.03.2012: Das Storchenjahr im Altkreis Oranienburg hat mit der Ankunft des ersten Storches begonnen. Der Storch ist am Sonntag in Kremmen gesichtet worden. Wie in den Vorjahren besetzte er das Nest am Alten Markt/ Dammstraße. Im Jahr 2011 war hier am 5. März, 2010 am 27. Februar und 2009 am 3. März der erste Storch des Altkreises gelandet. Der Partner folgte wenige Tage später. Bei diesen Störchen handelt es sich vermutlich um sogenannte Westzieher. Sie fliegen von Westafrika über die Straße von Gibraltar nach Spanien über Frankreich nach Deutschland. Die Ostzieher dagegen haben einen weit längeren Rückweg und kommen daher etwa drei Wochen später an als ihre westziehenden Artgenossen. Sie kommen aus Ost-und Südafrika über Ägypten, Sinai-Halbinsel, Libanon, über den Bosporus und die Türkei nach Deutschland.
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Brandenburg ist Storchenland Nummer eins. Hier leben etwa 1.200 Brutpaare.
ÜBRIGENS