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17.04.2012

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FUSSBALL: Für Turbine kommt es immer dicker

Uefa sperrt Karl-Liebknecht-Stadion

POTSDAM/LYON - Einen Tag nach der 1:5 (0:3)-Pleite des 1. FFC Turbine Potsdam im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Olympique Lyon folgte die nächste Hiobsbotschaft für den deutschen Meister im Frauenfußball. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) sperrte das Karl-Liebknecht-Stadion für das Rückspiel am Sonntag, da der völlig ramponierte Platz nicht regelkonform bespielbar sei. „Wir müssen entweder einen neuen Rasen verlegen oder in ein anderes Stadion ausweichen“, erklärte Turbine-Geschäftsführer Mathias Morack. Ein Ersuchen von Turbine an die Stadt, für einen kurzfristigen Kauf von Rollrasen die Kosten in Höhe von circa 150 000 Euro zu übernehmen, lehnte die Kommune trotz drohenden Imageschadens gestern ab. Schließlich sei der Rasen erst im Sommer im Rahmen des Konjunkturpaketes II neu angepflanzt worden, so ein Rathaussprecher am Abend.


Ein Ausweichstadion stand gestern ebenfalls nicht bereit. Im Gespräch waren Ludwigsfelde, Cottbus oder Berlin. „Ein Umzug wäre mit enormen Kosten und logistischen Problemen verbunden“, so Morack. So seien bereits 2000 Karten verkauft worden. Zudem müssten 100 Plätze für die internationale Presse sowie VIP-Räumlichkeiten bereitgestellt werden. Auch sei eine Direktübertragung im RBB geplant, für die Turbine eine Summe im fünfstelligen Bereich kassieren würde.

Sorgen bereitet auch der sportliche Auftritt der Potsdamerinnen in Lyon: „Im individuellen Bereich hatten wir zu viele Leute, die den Kampf nicht angenommen haben“, sagte Turbine-Trainer Bernd Schröder. „Wir waren nicht clever genug. Wir haben auch nicht bis zum Letzten gekämpft.“ Übersetzt könnte dies bedeuten, Turbine fehlte ausgerechnet in einem der bedeutendsten Saisonspiele die richtige Einstellung. Schröder monierte, dass vor allem aus dem Mittelfeld keine Impulse kamen. „Einige haben Lyon wohl nicht so stark erwartet. Und wo waren unsere Persönlichkeiten?“, fragte der 69-Jährige, der vor allem von den Nationalspielerinnen Viola Odebrecht und Bianca Schmidt mehr erwartet hatte. Schmidt warf er vor, sie habe die Kreise von Torschützin Lara Dickenmann nicht eingeengt.

Bisweilen hat es den Anschein, dass im Sommer den Verein verlassende Akteure wie Odebrecht (Wolfsburg) oder Schmidt (FFC Frankfurt) besonders gern kritisiert werden. Doch auch Turbines Torjägerin Genoveva Anonma und die japanische Weltmeisterin Yuki Nagasato ließen beim Duell mit der vermutlich besten Vereinsmannschaft der Welt internationale Klasse vermissen. (Von Matthias Koch und Jens Trommer)


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In diesem Forum gibt es 1 Eintrag

» Rainererich | 17.04.2012, 09:34

Provinzposse.


Was heißt denn hier "Hiobsbotschaft"?
Hat etwa irgendjemand erwartet, dass dieser Gottesacker für ein internationales Spiel freigegeben wird? Schon das letzte Punktspiel von Babelsberg 03 hätte auf diesem "Platz" nicht ausgetragen werden dürfen. Was sind das nur für Pfeifen, die für dieses Stadion die Verantwortung tragen? Provinzkaff Potsdam läßt grüßen. Da hat ein Trainer eine interantionale Spitzenmannschaft im Frauenfußball geformt und diese Stadt und das Land bringen es nicht fertig, die notwendige Unterstützung zu geben. Es ist eine Provinzposse, wie es sie viele in dieser Stadt gibt. Es reicht eben nicht, wenn sich die Honoratioren mit den Spielern ablichten lassen. Handfestes Sponsoring und Sportförderung ist gefragt. Vieleicht sollte man mal in Frankfurt oder Lyon nachfragen.

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