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11.05.2012

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„Telemedizin ist zusätzlich“

In Meyenburg informierten sich Ärzte über den Nutzen der Kommunikations-Elektronik für Patienten

MEYENBURG - Die Aussage, die der Kardiologe von der Charité, Professor Friedrich Köhler, in den Raum stellt, ist eindeutig: „Wenn wir über Telemedizin reden, dann geht es in erster Linie um Medizin und erst dann um Tele.“ Ist diese Voraussetzung gegeben, kann Telemedizin Vorteile für Patienten und Ärzte haben. Kann: Denn am Mediziner, der sich um seine Patienten kümmert, führe kein Weg vorbei, so Köhler: „Telemedizin kann Vorteile haben, aber sie ist zusätzlich.“

Auf Einladung der Pritzwalker Ärztin Sabine Harwig, die seit einigen Monaten auch in Meyenburg eine Sprechstunde hält, kamen Vertreter von Krankenkassen, der Zukunftsagentur Brandenburg, Technologen und vor allem heimische Ärzte zusammen, um diverse Vorträge zum Thema zu halten. Meyenburgs Amtsdirektorin Katrin Lange betonte zur Begrüßung, das angesichts der demografischen Entwicklung und des Ärztemangels auf dem Land ein großes Interesse am Thema besteht.

Vor allem auch überwachende Funktionen kann die Telemedizin übernehmen. Als Beispiel wurde eine Studie zu Patienten mit Herzinsuffizienz der Charité von Köhler vorgestellt. An dieser nahmen auch neun Patienten teil, die bei der Pritzwalker Medizinerin für Inneres, Annette Ehlert, in Behandlung sind, deren Tätigkeitsschwerpunkt die Herzmedizin ist. Eine elektronische Überwachungseinheit sandte Informationen über Herzschlag, Blutdruck und andere Daten von 375 Patienten direkt ins Auswertungszentrum bei der Charité, wo ein Facharzt die Daten auswertete und bei Notfällen reagieren konnte.

Köhler stellte dar, dass die elektronischen Geräte unter Umständen eine Krise bei einem Patienten früher merken als dieser selbst: „Das ist dann der Zeitrahmen, in dem wir reagieren können.“ In diesem Fall laufen dann Notfall-Pläne in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt ab: Wertvolle Zeit kann für den Patienten gewonnen werden. Dennoch sei die Anwendung auf einen bestimmten Patientenkreis eingeschränkt, bestätigt auch Annette Ehlert: „Zum einen muss der Patient erst kurz zuvor einen Klinikaufenthalt hinter sich haben und er darf nicht zu geschwächt sein.“ Zudem sollte er den Willen aufbringen, sich wieder aufzurappeln und keine Depression haben. Ehlert: „Andererseits kann meiner Meinung nach die kontinuierliche Überwachung auch dazu führen, dass der Patient erst keine Depression bekommt, denn er wird regelmäßig angerufen und betreut.“

Die Studie war so erfolgreich, dass sie nun eine zweite Auflage erfährt: In dieser soll unter anderem auch herausgefunden werden, ob der Einsatz moderner Kommunikationstechnik Patienten im ländlichen Raum eine ebenso gute Betreuung verschaffen kann, wie dies auch in direkter Nachbarschaft zu einem Herzzentrum der Fall wäre.

Die Mitarbeit des Patienten bleibt auch bei der Telemedizin unabdingbar, allerdings kann sie auch dessen Regelmäßigkeit fördern. Etwa bei Diabetikern. Ulrich Pilz von der Coniugo GmbH in Hohen Neudorf stellte ein Übertragungsgerät vor, das zum Beispiel Blutzuckerwerte und Gewicht eines Diabetes-Patienten zum Arzt überträgt. Die Geräte wurden in einem klinischen Versuch getestet und erfolgreich eingesetzt. Mit ihnen kann der Hausarzt unter anderem auch die Insulindosierung des Patienten sehr genau steuern und eine Gabe über die Telefonleitung oder eine Funkverbindung auslösen. Bei geringen Kosten: Zwischen 100 und 400 Euro, je nachdem, wie viele solcher Geräte hergestellt werden, kostet eines, hinzu kommen rund zehn Euro monatliche Betriebskosten. Die allerdings bezahlen heute die Krankenkassen noch nicht, obwohl zumindest die AOK jetzt bei Kardio-Patienten ein gemeinsames Projekt mit dem Herzzentrum in Brandenburg finanziert.

Der Charitémann Köhler dagegen ist sich sicher: „Über das Thema wird in fünf Jahren niemand mehr reden.“ (Von Claudia Bihler)


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In diesem Forum gibt es 1 Eintrag

» ClausFDieterle | 11.05.2012, 23:32

Biblische Krankenheilung


Zur Behandlung von Depressionen möchte ich auch auf die Biblische Krankenheilung (Aufklärung und Beratung) hinweisen. Grundlage sind Aussagen der Bibel.
Jesus Christus spricht in Matthäus 11,28:
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken.
Psalm 146,8:
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.

Mit guten Segenswünschen
Claus F. Dieterle

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