Der Eichenprozessionsspinner ist in unseren Breiten ein verhältnismäßig neuer Schädling. Erst seit einigen Jahren ist er in Wald und im Siedlungsbereich so präsent, dass er tatsächlich auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. In diesem Jahr hat die Ausbreitung der Prozessinsspinner in der Region eine neue Qualität erreicht: Alleen sind kahlgefressen, viele Bürger klagen nach Kontakt mit den feinen Brennhaaren der Raupen über Hautausschlag und Juckreiz. Von alleine wird sich das Problem in den kommenden Jahren nicht lösen, aber die Erfahrung zeigt, dass sich der Eichenprozessionsspinner durchaus gut bekämpfen lässt. Auf den (Siedlungs-)Flächen, die im Frühjahr besprüht wurden, ist der Befall deutlich zurückgegangen. Das Problem sind Waldflächen, die bei der relativ günstigen Bekämpfung aus der Luft nicht berücksichtigt wurden: Im Wald steht die Gesundheit der Bäume im Vordergrund und nicht die der Menschen. Weil eine Eiche mehrmaligen Kahlfraß unbeschadet überstehen kann, wurde im Forst bislang nur punktuell gesprüht. Mit der Folge, dass von dort aus Flächen im Siedlungsbereich wieder befallen werden konnten. Eine Bekämpfung des Prozessionsspinners ist aber nur dann wirkungsvoll, wenn sie auf allen betroffenen Flächen erfolgt.