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26.07.2012

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Schmierer gegen Ordnungspartner

Trotz der Ordnungspartnerschaft Graffiti sind viele Hauswände besprüht

RATHENOW - Wenn man dieser Tage so durch Rathenow schlendert, könnte man den Eindruck gewinnen, die Stadt hätte resigniert und die Graffiti-Sprüher hätten endgültig die Oberhand gewonnen. Jedenfalls sind viele Fassaden beschmiert. Manche Graffiti prangen bereits seit Monaten an den Wänden. Gab es da nicht mal eine Ordnungspartnerschaft, die genau das verhindern sollte, möchte eine Anruferin des Sorgentelefons wissen.

Die Ordnungspartnerschaft ist immer noch da, auch wenn ihr Einfluss überschaubar ist. „Wir können nur an den Gebäuden tätig werden, die uns auch gehören“, sagt Simone Ahrens von der Rathenower Stadtverwaltung. An Gebäuden der Stadt würden die Schmierereien in der Regel auch umgehend entfernt, so Simone Ahrens. Bei den anderen Mitgliedern funktioniere das im Prinzip ähnlich. Das bestätigt auch Hartmut Fellenberg, Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Rathenow (KWR): „Wir sind Mitglied der Ordnungspartnerschaft und versuchen die Schmierereien schon innerhalb von 24 Stunden zu beseitigen.“

Das Problem der Verbündeten im Kampf gegen Graffiti: Das Bündnis hat insgesamt viel zu wenig Mitglieder, um wirklich effektiv gegen die Schmierereien vorgehen zu können. Denn jedem Hausbesitzer ist es freigestellt, ob er ein Graffito schnell beseitigen lässt oder mehrere Monate nichts tut. Es gab wohl auch schon mal Bemühungen der Stadt, neue Mitglieder zu werben, aber die waren von keinem großen Erfolg gekrönt.

Immerhin macht Hartmut Fellenberg jetzt ein neues Angebot: „Eigentümer von Häusern, die in der Nähe von unseren Häusern liegen und etwas gegen die Graffiti unternehmen wollen, können sich bei uns melden“, so der KWR-Chef. Dann könne man darüber sprechen, zu welchen Konditionen die KWR im Ernstfall Graffiti an den Nachbargebäuden mit beseitigen kann.

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Außerdem: Ein Anrufer klagt über den schlechten Zustand der Waldemarstraße. „Wir beraten gerade über die Maßnahmen der kommenden Jahre und versuchen die Waldemarstraße mit unterzubringen“, sagt Bauamtsleiter Matthias Remus. Wenn alles klappt, könnte die Straße 2014 erneuert werden.

Ein Anwohner des Luchswegs beschwert sich darüber, dass in der verkehrsberuhigten Zone, wo eigentlich nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist, oft viel zu schnell gefahren wird. Außerdem parken oft Autos auf dem Luchsweg, was im verkehrsberuhigten Bereich, wie die Stadt bestätigt, nicht erlaubt ist.

Ein Anrufer fragt sich, ob die Uhr, die bis zum Beginn der Bauarbeiten vor der Post stand, wieder aufgestellt wird. „Die Uhr wird in den kommenden Wochen an ihren alten Standort zurückkehren“, so Remus.

Ein Anrufer aus Premnitz wünscht sich mehr Sitzbänke und weniger Hunde nahe der Badestelle am Premnitzer See. „Wir werden uns den Bereich genau ansehen und überlegen, ob zusätzliche Bänke aufgestellt werden können“, sagt Roy Wallenta. Der Premnitzer Bürgermeister weist aber auch darauf hin, dass es am See keine offizielle Badestelle gibt. Dafür gäbe es ja das Fitpoint, so Wallenta. (Von Ralf Stork)


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