Damit 153 Wohnungen der ehemaligen Treuhand-Gesellschaft TLG nicht einem Finanzinvestor in die Hände fallen, fordert die Fraktion der „Potsdamer Demokraten“ (PD) die Stadt auf, sie selbst zu kaufen und dem Bestand ihrer Immobilientochter Pro Potsdam einzugliedern. Für den (realistischen) Fall, dass die TLG nur im Paket verkauft – sie hat die 11 500 Wohnungen aus ihrem Bestand gerade international angeboten –, möge sich die Landeshauptstadt mit anderen betroffenen Städten zusammentun und das Paket gemeinschaftlich übernehmen, fordern die PD. Andernfalls kaufe ein Investor wie Blackstone, der aber nur an Gewinnmaximierung interessiert sei und damit die Mieten in Potsdam weiter verteuere. Die Pro Potsdam wollte sich zu dem Vorschlag nicht äußern. Man sei mit der TLG nicht in Verhandlung, hieß es lapidar.
PD-Vorsitzender Peter Schultheiß geißelte in diesem Zusammenhang die Forderung von SPD und Linker, die Mieten der Pro Potsdam zu deckeln oder gar um 20 Prozent zu senken (wie es „Die Andere“ fordert), als „Schritt in die falsche Richtung“. Um sich Zukäufe wie den aus dem TLG-Bestand leisten zu können, brauche die Pro Potsdam Geld, das bei einer Mietensenkung oder -deckelung nicht mehr zur Verfügung stünde.
Die Mietenkappung dürfte in der Stadtverordnetenversammlung aber auf eine breite Mehrheit stoßen: SPD, Linke, CDU und Grüne haben sich bereits dafür ausgesprochen, nur FDP, PD und das Bürgerbündnis sind dagegen. (Von Jan Bosschaart)