KUHBIER - Den angenehmsten Platz bei den heißen Temperaturen hatten gestern die Notstromaggregate: Manuel Sauer, Nico Beer und Karsten Lehmann fanden für die Geräte ein schattiges Plätzchen auf der Ackerwiese bei Kuhbier (Gemeinde Groß Pankow). Dort sollen die beiden Aggregate an diesem Wochenende beim Kuhstock-Open-Air für die nötige Power sorgen. Insgesamt sechs Bands werden sich die Bühne bei der Veranstaltung am Samstag teilen. Für die drei Organisatoren bedeutet das allerdings eine Menge Arbeit.
Neben den Vorplanungen der vergangenen Wochen ist die Festival-Stimmung seit gestern direkt greifbar. Auf dem Gelände dreht ein Heuwender seine Runden. „Die Wiese wurde kurz vorher noch gemäht“, erklärt Karsten Lehmann, „wir sind sehr froh, dass uns die Firma Lamak die Fläche jedes Jahr kostenlos zur Verfügung stellt.“ Nachdem die Funktion der Aggregate getestet ist, stellen die drei jungen Männer zwei große Zelte auf: In einem sollen die Festival-Besucher mit Getränken versorgt werden. „Das andere ist ein Chill-out-Zelt, da kann man sich auch mal ausruhen“, sagt Karsten Lehmann. Die Zelte haben sie sich bei der Gemeinde Groß Pankow ausgeliehen. Überhaupt ist der Großteil des Kuhstock nur durch Unterstützer, Sponsoren und freiwillige Helfer zu realisieren. „Den Aufbau machen wir drei“, sagt Nico Beer, „tatkräftig unterstützt werden wir dabei von Familie Boche.“
Als die Zelte und die mobilen Toiletten aufgestellt sind, biegt als nächstes der Getränke-Lieferant um die Ecke. Kurze Einweisung, schon werden die Platten für den Tresen ausgeladen und aufgebaut. Den Ausschank der Getränke übernehmen die Organisatoren dank freiwilliger Helfer selbst, die Versorgung der Besucher mit Bratwurst, Steak und Brötchen übernimmt ein Gastronom. „Das ist für uns schlecht kalkulierbar, wenn da 100 Steaks übrig bleiben, haben wir ein Problem“, berichtet Lehmann.
Die Festivalbühne samt Ton- und Lichttechnik wird heute angeliefert und von einer Beschallungs-Firma aufgebaut. „Das Wetter spielt auch mit“, sagt Manuel Sauer, „hoffen wir, dass es so bleibt.“ Auf jede Menge Besucher sind die Veranstalter jedenfalls eingestellt, auch alle angekündigten Bands werden kommen. „In den vergangenen Jahren hatten wir immer Absagen, dieses Mal zum Glück nicht“, freut sich Karsten Lehmann. (Von Jean Dibbert)
Das Kuhstock-Open-Air
Bereits heute können die Besucher zur neunten Auflage des Kuhstock-Open-Air anreisen. Am Festivalgelände an der „Schneckenkuhle“ gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten für alle Gäste. Zu erreichen ist der Veranstaltungsort über den Abzweig an der Kirche in Kuhbier.
Der offizielle Beginn erfolgt am morgigen Sonnabend, 28. Juli, mit der Rocknacht. Dabei treten Vogelfrey (Mittelalter-Rock/Folk-Metal aus Hamburg), Arranged Chaos (Metal aus Leipzig), Etepetete (Rock aus Berlin) und New Born Hate (Metal aus Heidelberg), IchSucht (Punkrock aus Hamburg) sowie Bad Intention (Punk Rock aus Bremen) auf.
Die Abendkasse ist ab 17 Uhr geöffnet, eine Stunde später spielt die erste Band. Der Eintritt kostet acht Euro, Besucher können kostenlos auf dem Gelände Zelten.
Am Sonntag , 29. Juli, klingt das Festival beim Frühschoppen aus.