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02.08.2012

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Süchtig nach dieser Tour

11. Tour de Fair: Radler aus neun Bundesländern besuchten Mahlower Weltladen

MAHLOW - Hochstimmung herrschte am Dienstagnachmittag vor dem Weltladen in der Heimstättenstraße in Mahlow. Ein ganz besonderer Tross Radfahrer wurde erwartet. Die Tour de Fair führt jedes Jahr eine Woche lang durch ein anderes Bundesland und die Teilnehmer radeln von Weltladen zu Weltladen. So soll die Sensibilität und Aufmerksamkeit der Deutschen für das Thema Produkte aus fairem Handel erhöht werden.

Mitarbeiterinnen des Mahlower Weltladens, Akteure des dortigen Kunsttreffs, des Handarbeitskreises „Rettet Augenlicht“, Neugierige aus Blankenfelde und Mahlow sowie Vertreter der Kirchengemeinden und der Kommune hatten sich vor dem Laden aufgestellt und erwarteten die Tour-Teilnehmer. Die kamen aus Teltow, dem vorherigen Stopp der 11. Tour de Fair. Damit die 28 Fahrer aus neun Bundesländern die Strecke sicher und richtig bewältigen konnten, war Konrad Brandt vom Kunsttreff zum Weltladen nach Teltow gefahren und kam mit den Radfahrern in Mahlow an. Großer Bahnhof, Applaus und Akkordeonklänge des Mahlower Klavierstimmers und Radfans Hans Büttner erwartete die Ankömmlinge. Die Fahrräder wurden „geparkt“, Hände geschüttelt. Büttner erwies sich als Entertainer, der mit flotter Musik von Alpenrauschen bis Ostseewelle – so verschieden wie die Herkunftsländer der Besucher – begleitete, bis sich alle versammelt hatten, um die Begrüßungsworte zu hören. Alexander Fröhlich überbrachte sie im Namen des Bürgermeisters Ortwin Baier, Pfarrer Steffen Wegener für die evangelische Kirchengemeinde.

Die Ortsvorsteher von Blankenfelde und Mahlow, Bernd Habermann und Manfred Claus, freuten sich, dass die bundesweite Aktion erstmals in Mahlow vorbei führte und versicherten, dass der Weltladen für die Region unterstützt werde, weil er gut und wichtig sei. Jedoch wäre auch nach fünf Jahren des Bestehens noch viel Werbung für das faire Geschäft nötig.

Anschließend stellten sich die Anwesenden vor. Die meisten Radler oder deren Partner sind in Weltläden der Republik tätig. Die Organisation für die Brandenburger Tour liegt in den Händen von „Puerto Alegre“, dem Trägerverein des Weltladens in Frankfurt/Oder. Dort endet die diesjährige Fahrt am Freitag. Schließlich wurden die Tour-Teilnehmer zu Kaffee und Kuchen ins Haus gebeten. Dass es dabei zu vielen Begegnungen und Gesprächen kam, ist unbedingt gewollt. Erfahrungen sollen ausgetauscht werden, man will sich kennenlernen. Elke Steffen an der Kasse war begeistert. Sie hatte viel zu erklären – und zu kassieren. Anders als sonst war ihr Laden voll. Wein, Gummibärchen und Schokolade waren die Renner. Und natürlich der Kaffee mit dem Aufkleber „725 Jahre Mahlow“. Elke aus Mannheim und Claudia aus Murg griffen sofort danach.

Alexandra aus dem „Weltlädeli“ in Murg – sie ist zum dritten Mal Tour-Teilnehmerin – erklärte: „Man wird süchtig nach dieser Tour. Ich bin das erste Mal in dieser Region. So eine schöne Landschaft und nur gastfreundliche Menschen – das hatte ich gar nicht erwartet“. Als die Besucher die Räder bestiegen, ging es nach Wünsdorf, dem Tagesziel. Ein Bad im See und das Nachtquartier im „Gollwitzer-Haus“ erwarteten sie. Begleitet wurde der Tross diesmal von Hans Büttner. (Von Andrea von Fournier)


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