FÜRSTENBERG - Das grauenvolle Schicksal der Frauen im nationalsozialistischen Konzentrationslager Ravensbrück soll nach dem Willen des Neubrandenburger Dreikönigsvereins verfilmt werden. Einen Schritt ist die Initiative jetzt vorangekommen: Der Schriftsteller Uwe Saeger hat dem Verein das Drehbuch „Gott in Ketten“ übergeben. Nun sucht der sozial engagierte Verein Geldgeber und eine Produktionsfirma für das Filmprojekt.
„Man kann erfinden, was man will, die Wirklichkeit lässt sich nicht übertreffen“, sagt der 64-jährige Saeger über seine Arbeit. Das 210 Seiten starke Manuskript greift unter anderem „Das Testament der Ravensbrücker Kaninchen“ auf. Darin beschreiben polnische Frauen, wie sie in dem KZ für medizinische Experimente missbraucht wurden. „Wir wollen mit so einem Film auch dafür sorgen, dass wieder mehr Menschen wissen, was in solchen Lagern eigentlich geschah“, sagt Rainer Prachtl, Vorsitzender des Dreikönigsvereins. Der frühere Landtagspräsident Mecklenburg-Vorpommerns war viele Jahre lang mit Jugendlichen nach Ravensbrück bei Fürstenberg (Oberhavel) gefahren, um sie über den Nationalsozialismus aufzuklären.
In seinem Drehbuch fährt eine weltgewandte junge Polin nach Ravensbrück, um herauszufinden, was ihre Großmutter dort erlebte. Ein Einheimischer informiert sie über die Beziehung der Fürstenberger zu dem Lager. In Rückblenden soll dann das Schicksal der Großmutter gezeigt werden. (dpa)
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