PRITZWALK - Nachdem die gesamten Schulferien nicht mehr oder weniger verregnet waren, wollte die MAZ es genau wissen: Wie regnerisch war es denn nun wirklich? Das Ergebnis ist überraschend: Hätte der Januarnicht immerhin noch 109 Millimeter Niederschlag gebracht, würde das erste Halbjahr bis Juni wohl als eines der trockensten überhaupt in die Geschichte eingegangen. Akribisch aufgezeichnet hat Gottfried Spitzner die werte für Gerdshagen (Amt Meyenburg), wenn auch seine Regenmessung nicht ganz offiziell ist: Der Gerdshagener beobachtet nämlich üblicherweise die Vegetation und erarbeitet phänologische Berichte für den deutschen Wetterdienst.
Im Februar gab es 34 Millimeter Niederschläge, im März sechs Millimeter, im April 28 Millimeter, im Mai gerade mal 16, erst der Juni brachte etwas mehr Regen: 54 Millimeter. Im Gegensatz zu den privaten Gartenbesitzern (siehe Fotos) notierte Spitzner eine eher schlechte Pflanzenentwicklung. Die Trockenheit sorgte für kleine Ähren an schwachen Halmen. Ungewöhnlich früh dagegen blühten in diesem Jahr nur die Haselsträucher. Die nämlich zeigten ihre Blüten bereits am 12. Januar – im Jahr 2010 erschienen sie erst am 19. März. (Von Claudia Bihler)