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06.08.2012

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Spaß am Wasser

Zum 31. Semliner Drei-Seen-Lauf kamen Walker, Läufer und sehr viele Radfahrer

SEMLIN - Wie bekannt der Drei-Seen-Lauf in Semlin inzwischen ist, lässt sich sehr schön daran ablesen, woher die vielen Autos kommen, die am Tag des Laufes in dem Ort parken. Berlin, Düsseldorf, viele Städte in Sachsen-Anhalt und Nordrheinwestfalen. „Es hat sich eben rumgesprochen, dass wir hier eine tolle Veranstaltung haben, die mehr bedeutet als Sport“, freut sich Hauke Czyborra vom Verein „Drei-Seen-Lauf“.

Das ist wohl das Geheimnis, warum in jedem Jahr so viele Menschen nach Semlin kommen, die Hotel- und Pensionsbetten belegen, Ferienwohnungen anmieten und die Gaststätten stürmen. Der Drei-Seen-Lauf ist ein großes Familientreffen und ein Tourismus-Event. Da kann man nach dem Lauf erst einmal in Ruhe im See baden, dann verbringt man ein paar fröhliche Stunden auf der Festwiese des Ferienhofes Rausch, einige besuchten sogar noch den Optikpark. Und am Abend steigt dann eine Läuferparty – despektierlich „Blasenball“ genannt.

Es war der 31. Drei-Seen-Lauf. Einer, der fast alle Läufe mitgemacht hat, ist Dieter Werner. 30 Mal war er dabei. „Gefehlt habe ich nur in dem Jahr, als mein Kind eingeschult wurde, da ging es wirklich nicht.“

Spaß ist das Hauptmotiv aller, die am Drei-Seen-Lauf teilnehmen. Es wird keine Zeit gemessen, es geht nicht ernst zur Sache. Und so ist es ganz normal, wenn die Sportler auf der Acht-Kilometer-Strecke nach der halben Distanz an der Dranseschlucht in Ferchesar erst einmal einkehren, ein Eis essen und dann weiterlaufen. „So soll es sein“, sagt Hauke Czyborra. „Wir wollen den Leuten vermitteln, dass Sport vor allem Spaß machen soll.“ Alles andere ergebe sich.

Und so waren die schnellen Läufer über die weiten Distanzen – 21 und 25 Kilometer – auch mit einem gehörigen Schuss Humor unterwegs. Einige hatten ihre Körper blau eingefärbt. Was es damit auf sich hatte? Die Sportler hatten an einem Lauf in Medoc (Frankreich) teilgenommen, wo während des Laufes Rotwein getrunken wurde.

Lange dabei sind auch Jürgen Vogeler (Wärmeversorgnung Rathenow), der stets mit dem Fahrrad unterwegs ist, oder Werner Knake, bis zum vergangenen Jahr noch Läufer, jetzt ist er Fahrradfahrer. Knake hat in seinem Steinmetzunternehmen die Medaillen hergestellt. Finanziert wurden sie von Medizintechnik Ohst. Aus dem Unternehmen waren am Sonnabend viele Mitarbeiter am Start.

Hauke Czyborra, im Beruf Mediziner, appellierte an alle Teilnehmer, die Sache nicht zu ernst zu nehmen. „Und trinkt genug“, mahnte er. Das Wetter war warm – wie so oft zum Drei-Seen-Lauf. Dennoch mussten Sanitäter nicht eingreifen. „In diesem Jahr hielten sich auch die Wespen zurück“, sagte einer der Läufer. Die ersten Läufer, die sich über die lange Distanz auf den Weg gemacht hatten, kamen gegen 16.30 Uhr zurück. Die Fahrradfahrer waren schneller. Insgesamt waren am Sonnabend sehr viele Radfahrer unterwegs. „Es werden immer mehr“, stellte Czyborra fest. „Aber es gibt auch welche, die dann im Jahr darauf laufen.“ Nachdem die Streckenposten abgebaut waren, dankten die Organisatoren bei der Party am Abend noch einmal allen Helfern und Sponsoren. Außerdem wurden die Tombola-Gewinne vergeben. Und Hauke Czyborra lud die Gäste ein, auch im Jahr 2013 am Drei-Seen-Lauf teilzunehmen. „Wenn ich sehe, wie toll das heute wieder war, dann ist das Ansporn genug.“ (Von Joachim Wilisch)


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