Suche der Märkischen Allgemeinen:

Suchbegriff eingeben und abschicken
Auswahl der Suchkategorie

Wetter in Brandenburg:

11ºC
Symbol: aktuelles Wetter in Brandenburg

Metamenu:


Sie befinden sich hier:

  1. » Märkische Allgemeine
  2. » Lokales
  3. » Ostprignitz-Ruppin
  4. » Lokalnachrichten
08.08.2012

Beitragsfunktionen:

Firmen fürchten B-122-Baustelle

Unternehmer an der Bundesstraße in Rheinsberg klagen über mangelnde Informationen und Absprachen

RHEINSBERG - „Wir sind in Verbindung mit dem Arbeitsamt, wir haben Kurzarbeit beantragt.“ Der Satz von Birgit Tornow vom Boschservice und Autowerkstatt Tornow hängt in der Luft wie ein Damoklesschwert. Er zeigt, wie groß die Befürchtungen der Unternehmer entlang der B 122 in Rheinsberg sind. Ende des Monats soll die Sanierung der Ortsdurchfahrt beginnen – abgeschlossen wird sie Mitte bis Ende 2013. Bis die Baustelle das Unternehmen der Tornows an der Dr.-Martin-Henning-Straße erreicht, ist noch ein wenig Zeit, das macht die Sorgen von Birgit Tornow aber nicht geringer. Ihr Problem: Ihr Unternehmen mit seinen sieben Mitarbeitern lebt in erheblichem Maße von Laufkundschaft. Erreicht diese die Firma nicht mehr, ist das ein Problem. Schon die geplante einspurige Baustraße zwischen Paulshorster Straße und Kölpinweg kann schwierig werden. Sie wird fürStau sorgen und so eventuell Stammkunden abschrecken. Birgit Tornow fordert deswegen, dass die Umleitungsstraße zweispurig, nicht nur einspurig gebaut wird.

Birgit Tornow ärgert sich aber auch, dass weder die Stadt noch der für den Bau verantwortliche Landesbetrieb sie bisher über die Einzelheiten informiert hat. Es hat auch niemand ihre Bedürfnisse abgefragt. So muss ihr Unternehmen nachts für Lastwagen erreichbar sein, weil dann Ersatzteile geliefert und in einem Nachtlager deponiert werden. Alle Logistikfirmen über die anstehende Umleitung zu informieren, sei in der verbleibenden Zeit kaum möglich. Sie hat inzwischen die Handwerkskammer eingeschaltet und sich dort juristischen Rat geholt.

Über mangelnde Informationen beklagt sich auch Henri Breitkreutz vom Wassersportcenter Rheinsberg. Er weiß nicht, wie er während der Bauzeit überhaupt arbeiten soll. Wenn vor seiner Tür gearbeitet wird, soll es dort eine einspurige Baustraße geben. Große Bootsanhänger kämen dann nicht auf das Grundstück, ihr Wendekreis ist zu groß. „So wie es jetzt geplant ist, ist der Betrieb nicht arbeitsfähig.“

Er ist vor allem sauer auf die Stadt. Sie sei zwar nicht Bauherr, aber sie hätte seiner Meinung nach die Interessen der Firmen abfragen und gegenüber dem Landesstraßenbetrieb vertreten müssen. „Wir sind eine kleine Stadt. Es gibt einen Bürgermeister, ich sehe das als seine Pflicht an.“ Die betroffenen Betriebe würden sich nun zusammenschließen und gegen die Pläne vorgehen. Lösungen gäbe es durchaus, meint Breitkreutz. So hat sein Grundstück zwei Auffahrten. Würde beim Bau jeweils nur eine gesperrt, wäre alles in Ordnung.

Über mangelnde Informationen beklagt sich auch Bernd Cramer vom VW-Autohaus Cramer. „Offiziell wissen wir überhaupt nichts.“ Dabei müssten auch für Cramer einige Fragen geklärt werden, etwa, wie die Autotransporter mit Neuwagen das Firmengelände erreichen. Wie alle anderen Unternehmer kritisiert er nicht die Sanierung der Straße an sich. „Ich bin generell dafür, dass die Straße gemacht wird“, betont er.

Ein anderes Problem hat das Friedrichszentrum: Damit ab Ende August die 40-Tonner von Norma dorthin kommen, muss eine Linde gefällt werden. Die Genehmigung gibt es erst seit gestern. (Von Carsten Schäfer)


Ihre Meinung ist gefragt!

Die gesamte MAZ-Ausgabe im Archiv





Helden im Strampler - Babygalerien