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13.08.2012

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Ein Bienenpfad in Brieselang

Wissenswertes über emsige Flugbataillone, die sich auch mit Läuse-Pipi abgeben

BRIESELANG - Seit Sonnabend verfügt die Oberförsterei Brieselang – vielen bislang bekannt als Oberförsterei Finkenkrug – über einen Bienenpfad. Das ist nicht etwa ein Trimm-Dich-Pfad für Bienen, sondern ein relativ kurzer Weg durch eine gartenähnliche Anlage, wo der Besucher erfährt, wie die Biene den Honig erzeugt und der Mensch ihn schließlich für den eigenen Genuss nutzt.

Den Anstoß für diesen Pfad gab der Brieselanger Imker Rainer Groth. Er fragte vor einiger Zeit, ob er einige seiner Völker dort aufstellen dürfe. Daraus entwickelte sich in Zusammenarbeit mit dem Imkerverein Falkensee dann der Lehrpfad, der sich mit dem nahe gelegenen Naturlehrpfad durch den Bredower Forst schön ergänze, sagte Oberförsterin Ulrike Repkow.

Wer sich für das Leben der Bienen und die Imkerei interessiert, ist willkommen. Auch Schulklassen werden künftig fachkundig durch den kleinen Garten geführt, in dem Pflanzen stehen, die den Bienen den Nektar zur Honigproduktion liefern.

Nicht aller Honig mag auf den ersten Riecher dem goldgelben, zähflüssigen, süßen, gesunden Nahrungsmittel entsprechen, das wir kennen und lieben. Buchweizenhonig zum Beispiel sei „stark gewöhnungsbedürftig“, erklärte Rolf Bremer vom Imkerverein Falkensee: „Er duftet sehr stark. Böse Menschen behaupten: nach Schweinegülle.“ Und auch Waldhonig hat nur wenig mit dem Duft des grünen Waldes zu tun, erfuhr die 22-jährige Carolin Kroll. „Das ist ja ein von den Bienen gesammeltes Sekret von Läusen, das die Bienen dann weiterverarbeiten. Auf gut Deutsch Läuse-Pipi.“ Verzichten will die junge Frau dennoch nicht auf ihren köstlichen Waldhonig. (Von Werner Schmidt)


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