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20.08.2012

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FUSSBALL: „Das war definitiv das Highlight meiner Karriere“

Torwart Stefan Demuth wird von den Profis hochgelobt


Gleich reihenweise vereitelte Falkensees Keeper Stefan Demuth Großchancen der Stuttgarter Bundesligaprofis. Nach dem DFB-Pokalspiel sprach Axel Eifert mit dem 27-jährigen Flugmanager bei Air Berlin.

MAZ: VfB-Manager Fredi Bobic nannte Ihre Leistung überragend, auch Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia lobte Sie in höchsten Tönen. Was sagen Sie dazu?

Stefan Demuth: Darüber freue ich mich natürlich sehr. Es ehrt mich, wenn das Leute sagen, die erwiesenermaßen Ahnung vom Fußball haben.

Hatten Sie es erwartet, dass Sie so unter Dauerdruck stehen würden?

Demuth: Prinzipiell schon, schließlich hatten wir es mit einer der besseren Bundesliga-Mannschaften zu tun. Aber in der ersten Halbzeit war es teilweise richtig brutal, was da auf mich zugekommen ist.

Sie sind als sehr ehrgeizig bekannt. Wie sehr ärgert Sie vor allem der erste Gegentreffer?

Demuth: Das hat mich schon sehr geärgert. 0:4 hätte sich viel besser angehört als 0:5. Aber es war ein ekliger Ball, der von außen gar nicht so schwer ausgesehen hat. Es ist eben schade, wenn man Torwart ist und bei einem Fehler der Ball gleich im Tor ist. Aber bei so einem Stress ist es auch normal, dass man Fehler macht. Als Stürmer ist das ja nicht so.

Wie ordnen Sie dieses Spiel in Ihrer Fußballerkarriere ein, Sie saßen ja schon dreimal bei Bundesligaspielen von Borussia Dortmund auf der Bank?

Demuth: Dieses DFB-Pokalspiel war definitiv das Highlight meiner Karriere. Die Atmosphäre im Dortmunder Stadion ist schon riesig. Es ist aber etwas anderes, ob man auf der Bank sitzt oder selbst aktiv auf dem Platz ist wie gegen den VfB Stuttgart. Ich war zwar voll konzentriert, aber ich habe schon mitbekommen, wie die Zuschauer mitgegangen sind, wenn wir mal einen Ball geklärt haben.

Sie mussten rund um das Spiel viele Interviews für Presse, Funk und Fernsehen geben. Was war die meistgestellte Frage an Sie?

Demuth: Wie viele Gegentore ich bekomme und mit wie vielen ich zufrieden sein würde. Ich habe dann immer gesagt, dass ich wie in jedem Spiel das Ziel habe, zu null zu spielen. Aber mir war schon klar, dass das gegen Stuttgart nicht gehen würde. Doch ich kann doch nicht sagen, dass ich mit sechs oder acht Gegentoren zufrieden bin.

Ihre Leistung ist bundesweit im Fernsehen zu sehen gewesen. Es ist vorstellbar, dass Sie Angebote von höherklassigen Vereinen als Falkensee bekommen werden. Wie werden Sie reagieren?

Demuth: Ich würde mir erstmal alles anhören. Aber das Angebot müsste schon so profimäßig sein, dass ich nicht mehr arbeiten zu gehen bräuchte.


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