POTSDAM - Brandenburg hat gestern die neu Eingebürgerten begrüßt. Insgesamt wurden in der Mark im vergangenen Jahr rund 750 Personen aus 69 Ländern als neue deutsche Staatsbürger eingebürgert. Das sind 378 Personen mehr als 2010. Die Entscheidung der Menschen für die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft „macht uns stolz“, sagte Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) gestern beim Einbürgerungsfest von Landtag und Landesregierung in Potsdam. Einwanderer hätten in Brandenburg über viele Generationen hinweg ihren kulturellen Reichtum, ihr Wissen und ihre Erfahrungen in die Gesellschaft eingebracht. Das Land habe so in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder vom Ideenreichtum der Zugezogenen profitiert. Gemeinsam mit Innenminister Dietmar Woidke (SPD) rief Fritsch die neuen Staatsbürger auf, sich in Vereinen, Bürgerinitiativen, Ehrenämtern und der Politik zu engagieren.
Hauptursache der annähernden Verdopplung der Zahlen gegenüber 2010 ist nach Angaben des Potsdamer Landtags eine Straffung des Einbürgerungsverfahrens sowie eine beschleunigte Bearbeitung von Altanträgen. Die meisten Neu-Brandenburger stammten ursprünglich aus der Ukraine – insgesamt 111. 89 kamen aus Vietnam und 84 aus Polen. Landtag und Landesregierung laden seit 2007 jährlich zum Einbürgerungsfest. Mit diesem soll „im Sinne einer Kultur der Integration ein deutliches Zeichen des Willkommens und der Anerkennung“ gesetzt werden, hieß es. (MAZ)