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11.09.2012

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Acht Demos gegen die NPD

Etwa 2000 Polizisten sind am Sonnabend in Potsdam im Einsatz / 150 Rechtsextreme werden erwartet

POTSDAM - Etwa 2000 Beamte werden am Sonnabend Potsdam bevölkern, wenn die NPD durch die Innenstadt marschieren will. Laut Brandenburgs Polizeipräsident Arne Feuring sollen mehr als 1500 Bereitschaftspolizisten für die Gewährung des Demonstrationsrechtes sorgen – auch gegenüber den Rechten.

150 bis 200 NPD-Anhänger erwartet Feuring: „Das ist eine stabile, fast realistische Zahl.“ Ein Vielfaches an Gegendemonstranten wird sich den Neonazis an verschiedenen Orten in den Weg stellen. Acht antifaschistische Veranstaltungen sind bei der Polizei angemeldet worden. Unter anderem an den städtischen Bahnhöfen will das Bündnis „Potsdam bekennt Farbe!“ gegen den NPD-Aufmarsch lautstark protestieren. So wird von 11 bis 20 Uhr zu einem bunten „Fest der Toleranz“ am Hauptbahnhof eingeladen.

Grundsätzlich will die Polizei „deeskalierend“ wirken, sagte Feuring gestern. „Ich gehe von einem friedlichen Verlauf aus.“ Es gebe „keine harten Hinweise“ auf Gewalttäter. Zudem sind mindestens 15 „Anti-Konflikt-Teams“ im Einsatz. Ähnliche „Lagen“ gab es auch bei den NPD-Aufmärschen 2004 und 2005 in Potsdam. Damals kamen 250, ein Jahr später 350 Neonazis – jeweils mehrere Tausend Potsdamer stellten sich ihnen entgegen. Darunter waren auch etliche „autonome Linke“. 2004 kam es zu Ausschreitungen zwischen Linken und Rechten, 21 Polizisten wurden dabei verletzt. In der Breiten Straße brannten Blockaden.

Auch wenn die Luft am Sonnabend nicht brennt, hält es Einsatzleiter Hans-Jürgen Mörke für „keine gute Idee“, am Sonnabend in der Innenstadt „seine Tagesgeschäfte zu erledigen, außer, man möchte an einer Demo teilnehmen“. Die Innenstadt wird von morgens bis in den späten Nachmittag dicht gemacht – für Autos und für den öffentlichen Nahverkehr. Der Verkehrsbetrieb bittet bereits, sich auf Ausfälle, Behinderungen und Verzögerungen einzustellen. Die NPD hat für 12 Uhr den Start ihrer Demonstration angemeldet, schon ab 11 Uhr werden sich die Rechtsextremisten sammeln, vermutete Mörke. Gegen 17 Uhr wird mit dem Ende des braunen Spuks gerechnet. Über Start und Route des Neonazi-Marsches gab die Polizei gestern keine Auskunft. (Von Ricarda Nowak)


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