MEDEWITZ - Punk- und Metalbands sowie ihre Anhänger sind nur bedingt berechenbar. Brodelt die Stimmung erst einmal, werden Zeitpläne zur Nebensache. So auch bei der neunten Auflage des „Out of Order“-Festivals in Medewitz. Einmal im Jahr wird der Sportplatz dort zur Festivalwiese. Am vergangenen Sonnabend war es wieder soweit.
„Wir versuchen, bis halb zwei durch zu sein“, hatte Mitorganisator Matthias Hein im Vorfeld gesagt, klang aber nur bedingt optimistisch. Er kennt seine Pappenheimer – und zwar auf beiden Seiten. Kein Wunder also, dass wieder einmal erst um halb drei Uhr nachts Schluss war.
Fünf Bands gaben sich in diesem Jahr die Ehre. Neben den „Out of Order“-Neulingen von „Platzverweis“ aus Liebenburg in Niedersachsen waren „The Walking Ghost Phase“ aus Coswig und „Requiem“ aus Zerbst (beides Sachsen-Anhalt) dabei. Als Ersatz für die Band „Reach the Surface“ aus Wittenberg, die kurzfristig absagen musste, trat „Sickward“ aus Cammer auf und auch die Jungs von „Schmachwanderunk“ aus Brück waren nach einigen Jahren Pause wieder dabei.
„Am meisten habe ich mich auf Requiem gefreut“, hatte Matthias Hein im Vorfeld gesagt. „Das war dann auch so, aber alle anderen waren auch klasse“, resümierte er gestern. Der ganze Abend sei so gewesen, wie er sein sollte. Es habe keinerlei Probleme gegeben und mit mehr als 200 Besuchern sei man erfolgreicher als in den Vorjahren gewesen.
Um das Festival auf die Beine zu stellen, können sich Organisatoren Matthias Hein und Bruder Andreas, Jenny Büchner, Lars Niemann und Daniela Wotschke seit Jahren auf Untersützer verlassen. Neben der Wiesenburger Jugendkoordinatorin Serena Schmidt, die bei den Finanzen mithilft, sind es vor allem der Jugendtreff Pogo in Bad Belzig, der mit der Technik aushilft, und der Brandenburgische Rockverband, von dem es eine finanzielle Förderung gibt.
Das Budget für die Bands ist mit 1200 Euro gleichwohl nicht übermäßig hoch. Das braucht es aber auch nicht. „Klar könnten wir uns auch eine Band holen, zu der 500 Leute kommen, aber das wollen wir gar nicht“, sagt Matthias Hein. Man wolle sich abgrenzen, nicht das machen, was es anderswo auch gibt. Damit das so bleibt, ist nach dem Festival bekanntlich vor dem Festival. Die Planungen für die zehnte Auflage im kommenden Jahr werden noch in diesem Jahr angeschoben. (Von Stephanie Philipp)
Ein voller Erfolg war der Nuthetaler Handwerkertag am 20. April rund um den Marktplatz „Zum Springbruch“ in Bergholz-Rehbrücke. Das rege Zusammenwirken der Geschäfte, Handwerksbetriebe und all der Helfer rund um die Organisation und das Rahmenprogramm ermöglichte einen bunten Einblick in die Vielfalt des gemeindlichen Lebens.
» weiter