Das Thema Nationalsozialismus bleibt aktuell. Auch wenn immer mehr Zeit vergangen ist. Die Nazi-Gräuel dürfen nicht vergessen werden. Aber wie geht das?
Besonders bei jungen Menschen, die dies mitunter nicht mal mehr aus den Erzählungen der Großeltern kennen, wird es immer schwieriger. Aber es ist möglich. Einen Weg beschreitet der junge Geschichtslehrer Ronny Rieckhoff an der Polthier-Oberschule. Statt nur einen Rundgang durchs Museum des Todesmarsches zu organisieren, werden Exponate zum Anfassen präsentiert. Holzpantinen und auf einer Seite abgelatschte Schuhe regen die Vorstellungskraft der Schüler an. Damit konnte man kaum laufen, schon gar nicht unter Bewachung in einer Todesmarschkolonne. Karge Blechnäpfe als Essgefäße, Löffel und ein Taschenmesser waren Schätze der Häftlinge, über deren Besitz heute kaum jemand nur ein Wort verlieren wird.
Statt wie bislang erst am Ende des Unterrichtsstoffes „Nationalsozialismus“ fährt Lehrer Rieckhoff gleich zu Anfang in die Todesmarschgedenkstätte. Er möchte zunächst die Folgen zeigen. Danach werden sich Lehrer und Schüler den Ursachen der Katastrophe nähern. Das Whiteboard trägt ein Übriges dazu bei, die Nazi-Schrecken in die Köpfe der Jugend zu bringen.
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