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26.09.2012

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Kaum noch Platz im Wohnheim

Asylbewerber in Rathenow feiern Integrationssportfest / Platzmangel

RATHENOW - So viele Flüchtlinge haben schon lange nicht mehr im Rathenower Übergangsheim für Asylbewerber gewohnt. Mit 155 Personen ist es ausgelastet. Das ist kein Einzelfall, auch andere Übergangswohnheime sind voll. Darum war das Integrations-Sportfest zur Interkulturellen Woche gestern Nachmittag auch sehr gut besucht. Der Termin gehört zum festen Rahmen des Programms für die Interkulturelle Woche. In diesem Jahr bewegt aber auch die Frage, ob man Asylbewerber in Wohnungen unterbringen soll. Im Havelland sammelt man damit bereits Erfahrungen. Zwei Frauen und ihre Kinder sind in Wohnungen untergebracht. Es gibt allerdings Bundesländer, in denen die Einweisung von Asylberwerber in Wohnungen der Regelfall ist. Hessen zum Beispiel. Der Flüchtlingsrat Brandenburg setzt sich deshalb auch hierzulande dafür ein, die Flüchtlinge weniger in Heimen unterzubringen. Der Rückschluss, dass die Wohnplätze belegt sind, weil plötzlich deutlich mehr Flüchtlinge gezählt werden, stimme so auch nicht. Prozentual gesehen, so lässt der Flüchtlingsrat wissen, sei die Zahl der Asylbewerber an der Gesamtbevölkerung gering. Zum Integrationssportfest und zur Interkulturellen Woche stehen außerdem noch weitere Anregungen der Asylbewerber auf der Tagesordnung. Viele wünschen sich, möglichst schnell Deutsch zu lernen. Derzeit laufen zwei Kurse, ein weiterer beginnt am 8. Oktober. Die Asylbewerber im Rathenower Heim kommen aus Afghanistan, Kenia, Kamerun und Somalia. Einige finden auch den Weg aus dem Iran und aus Irak hierher. Zunächst kommen sie in das zentrale Auffanglager in Eisenhüttenstadt, von dort werden sie in die Übergangswohnheime verteilt. Gestern, zum Integrationssportfest, zeigte sich auch, dass es deutsche Gruppen in Rathenow gibt, die den Flüchtlingen zur Seite stehen – unter anderem die Kirchen aber auch das westhavelländische Familienbündnis. (Von Joachim Wilisch)


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