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10.10.2012/ 13:34

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Täter hinterließen Hinweis auf rechte Homepage

Polizei prüft Zusammenhang zwischen rechten Anschlägen in Berlin und Brandenburg

Berlin/Cottbus - Nach mehreren rechtsgerichteten Angriffen in der Nacht zu Dienstag in Berlin und Brandenburg prüfen die Sicherheitsbehörden einen Zusammenhang zwischen den Taten. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Brandenburger Polizei“, sagte heute ein Berliner Polizeisprecher. Eine Sprecherin der Polizeidirektion Süd in Cottbus Polizei bestätigte, dass ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen in beiden Ländern geprüft werde.

In Berlin-Tegel hatten Unbekannte in der Nacht zu Dienstag Steine auf ein Fenster des Büros der Linkspartei in Tegel geworfen und die Fassade mit Farbe beschmiert. In Spandau wurde das gemeinsame Büro der SPD und des Bundestagsabgeordneten Swen Schulz mit rechtsradikalen Parolen besprüht. Auch eine Einrichtung der SPD-nahen Jugendorganisation „Die Falken“ in der Gutschmidtstraße wurde Ziel der Angriffe. Die Täter hätten den Spruch „Ihr interessiert uns brennend“ an die Fassade des Hauses geschmiert.

In allen drei Einrichtungen hinterließen die Täter einen Hinweis auf NW-Berlin, die rechte Internetplattform des Nationalen Widerstands Berlin. Dort findet sich eine Art „Feindesliste“ von Personen und Initiativen, die aktiv gegen Rechtsextremismus sind.

In der selben Nacht hatte es einen Anschlag auf das Asylbewerberheim im brandenburgischen Waßmannsdorf bei Schönefeld gegeben (MAZ berichtete). Das Gebäude wurde mit Farbbeuteln und Steinen beworfen, ein Fenster ging zu Bruch. Eine Asylbewerberin, die in dem betroffenen Zimmer schlief, sei aber mit dem Schrecken davon gekommen, sagte eine Polizeisprecherin.

Außerdem sprühten die Täter ein Hakenkreuz und den Schriftzug „Rostock ist überall“ an die Wand des Heimes. Damit sollte offenbar an den Brandanschlag auf ein Asylberwerberheim in Rostock-Lichtenhagen 1992 angespielt werden. Medieninformationen zufolge soll auch in Waßmannsdorf ein Hinweis auf den Nationalen Widerstand hinterlassen worden sein. Die Polizeisprecherin konnte dies zunächst nicht bestätigen.

Im brandenburgischen Zossen war der Nationale Widerstand offenbar ebenfalls aktiv. Auf einen Gedenkstein sowie eine Brücke sei vor einigen Tagen die Internetadresse von NW Berlin geschmiert worden, sagte der Sprecher der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“, Jörg Wanke. Ob die selben Täter auch für den Anschlag auf sein Wohnhaus in der Nacht zu Sonntag verantwortlich waren, wisse er nicht. dapd


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