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11.01.2013

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Baum-Massaker auf dem Rieselfeld

Weil die Ausschreibung es so will: 1000 gesunde Winterlinden werden gefällt

RAGOW - Auf Rieselfeldern in der Nähe von Ragow (Dahme-Spreewald) ist seit gestern eine Gruppe Arbeiter damit beschäftigt, junge Winterlinden knapp über dem Boden zu kappen. Einen Steinwurf davon entfernt warten ebenso viele Bäume darauf, an gleicher Stelle eingepflanzt zu werden. Es sind auch Winterlinden, aber ohne den botanischen Namenszusatz „Greenspire“. Grund für den Tausch ist die Ausschreibung der Flughafengesellschaft, die für Ausgleichspflanzungen in Ragow eine bestimmte Art von Winterlinden forderte und nun auf die Vereinbarung pocht.

„Die Sache hört sich nach einem Schildbürgerstreich an“, meint Johann-Joachim Seeger vom Naturschutzbund Brandenburg. Allerdings gebe es Unterschiede, die aber nur von „gärtnerischer Bedeutung“ seien.

„Es ist bitter“, sagt Harald Jeß, Chef der Landschaftsbau-Firma Schrader aus der Nähe von Hamburg. „Gerade haben die Bäume Fuß gefasst und losgelegt.“ Auf den Zweigen bauten im Sommer Vögel ihre Nester. „Für die Entfernung der Bäume“, so Jeß, „gibt es keinen fachlichen und sachlichen Grund.“ Bei der Abnahme habe niemand die Differenz bemerkt, berichtet der Firmenchef.

Aus naturschutzrechtlicher Sicht war der Austausch nicht erforderlich, der Landkreis Dahme-Spreewald habe ihn auch nicht verlangt, stellt auch dessen Sprecherin Heidrun Schaaf fest. „Es geht darum, natürliche Biotope nicht zu verfälschen, sondern zu bewahren“, erklärt den ungewöhnlichen Baumtausch ein von der Flughafengesellschaft unter Vertrag genommener Sachverständiger, der anonym bleiben will.

Von 2000 Bäumen, die die Landschaftsbauer aus dem Holsteinischen in die Erde brachten, waren 1000 beanstandet worden. Nur weil die eigentlich falschen aber an Wegesrändern die besseren sind, muss von ihnen nur die knappe Hälfte weichen.

Harald Jeß will sich mit dem Airport trotzdem nicht anlegen. „Es tut in der Seele weh, aber es ist juristisch korrekt“, räumt er ein. Eines aber bedauert er sehr: Dass sein Angebot, zum Ausgleich 200 Obstbäume zu pflanzen, verworfen wurde. „Das hätte der Natur und den Menschen besser getan“, glaubt er. (Von Klaus Bischoff)


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In diesem Forum gibt es 18 Einträge

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» buerger58 | 11.01.2013, 08:56

Zeit


Aber dafür hat die Flughafenegsellschaft Zeit!?

IRRSINN

» Luftpost | 11.01.2013, 10:59

Schildbürger


...mehr kann man dazu nicht mehr sagen.

Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR
Luftpost

» potsdamer2012 | 11.01.2013, 12:22

@Luftpost


Wie üblich schaffen es Sie aus diese Jahr alle Brandenburger zu beleidigen. mit Ihrem kleinen DDR Gelaber.

Zu Ihren kruden Thesen sind Sie uns immer noch einen Beweis schuldig, welchen Sie uns nun mal nicht liefern können, da es keine Fakten gibt welche Ihre diffamierenden Ansichten über die Brandenburger belegen.

Lernen Sie mit der Demokratische zu leben, oder wandern nach Weißrußland aus.

» Luftpost | 11.01.2013, 13:36

Na potsdamer0212, pöbeln wir wieder herum?


... Oder beteiligen wir uns mit Ihrem Beitrag an der hiesigen Thematik?

Aber da die Antwort so offensichtlich ist, will ich Ihnen auch eine Antwort auf Ihre Frage geben: Sie und Ihresgleichen sind der Grund, warum ich immer wieder nur aufs Neue sagen kann:

Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR
Luftpost

Und auch wenn Sie weiterhin nur herum pöbeln können und somit Ihre Ideologie versprühen, erinnern Sie mich nur aufs Neue, Sie daran zu erinnern:

Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR
Luftpost

Aber zurück zur Thematik, den zu fällenden frisch gepflanzten Bäumen...

» SKrell | 11.01.2013, 16:31

@Luftpost


Danke für Info. Da sieht man es wieder selbst daran war ist die DDR Schuld.

Könnten Sie mir den Zusammenhang näher erklären.

» FrankO | 11.01.2013, 16:37

1000 Tilia "Greenspire"


Der Gutachter der FH-Gesellschaft hat Recht: Bei einem derart massiven Eingriff in die Natur wie beim Flughafenbau werden umfangreiche naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen angeordnet.

Deshalb: Tilia "Greenspire" ist eine eineitlich wachsende Lindensorte für Straßenränder. Alle gepflanzeten Exemplare sind genetische Klone einer einzigen Mutterpflanze. Deshalb wird die Sorte ja auch per Veredlung vermehrt. Der ökologische Nutzen entspricht daher keineswegs den naturschutzrechtlichen Auflagen zur Baugenehmigung. Das musste der Landschaftsbaufirma Schrader bekannt gewesen sein.

Die Wildart Tilia cordata (Winter- oder Steinlinde) hingegen ist sämlingsvermehrt & hat auf Grund der genetischen Vielfalt einen hohen ökologischen Wert. Insofern ist es nicht nur von gärtnerischer Bedeutung, welche Linden gepflanzt werden, sondern vor allem von ökologischer Bedeutung. In diesem Punkt irrt der Vertreter vom Nabu, es sei denn, er meint mit dem Schildbürgerstreich das Vorgehen der Firma Schrader. Sie hat nämlich offenbar wissentlich gegen die Ausschreibung verstoßen. (Zitat: "Auch sei Greenspire seit langem schon die weitaus verbreitetere Baumart. „Sie wird in 99 Prozent der Fälle eingesetzt.“) Das macht es nicht richtiger: Ein Schwarzfahrer kommt auch nicht mit der Begründung durch, er sei ja nicht der Einzigste oder es ist ja nicht das erste Mal...

Der Grund für die falschen Bäume ist schnell zu finden: Tilia "Greenspire" kann man preiswerter einkaufen als einfache Tilia cordata. Bei 1000 gepflanzten Bäumen eine schöne Stange Geld. Man hätte die Bäume jetzt ohne großes Risiko umpflanzen können. Die Technik & die Technologie, Alleebäume mit ca. 30cm Stammumfang umzusetzen ist vorhanden & vielfach erbprobt. Aber wahrscheinlich war das absägen die billigere Variante. Insofern gibt es im Beitrag auch Wortmeldungen mit Krokodilstränen.

Warum man bei der Abnahme die Veredlungsstellen von Tilia "Greenspire" nicht gesehen hat, ist mir ein Rätsel. Bei T. cordata gibt es k

» Rietberger | 11.01.2013, 17:20

BER


es hat keiner die Absicht (eine Mauer) einen Flughafen zu errichten...

» Eierdieb | 11.01.2013, 18:10

Steuergelder


Was mich mal interessieren würde,wieviel an Steuergeld wurden hier vernichtet?
Warum ermittelt hier kein Staatsanwalt?
Warum werden die Verantwortlichen nicht zur Verantwortung gezogen?
Oder ist diese Posse eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme?

» osalon | 11.01.2013, 19:28

@potsdamer2012


Lassen Sie doch die Luftpost als Luftnummer weiter ihren/seinen Stuß/Unsinn ablassen.
Amüsieren Sie sich über die vielen Luftnummern, die sie/er so drauf hat.
So mache ich das, sie/er ist für mich nicht satisfaktionsfähig, also sehr weit unterhalb meines Niveau´s.

mfG
osalon
Einwohner/Bürger der Landeshauptstadt Brandenburg (Potsdam) in der Bundesrepublik Deutschland

» Angler | 12.01.2013, 09:39

Profit als Ursache des biologischen Massenmords


Der Flughafenbau BBI passt doch auch mit dieser Episode in den gesamten "Aufbau Ost": durch profitgierige (unfähige?), Hauptsache aber fremde Firmen, werden die Steuergelder der westdeutschen Geberländer veruntreut bzw. zurückgeholt, aber dann aufs "Aufbaukonto Ost" geschrieben.

Symptomatisch ist auch, dass "Experten" wie Luftpost und die Medien die Schweinereien und Unfähigkeiten nicht zuordnen können bzw. wollen.

Kriminell (oder fachlich unfähig - wie die Stellungnahme des "Chefs" zeigt) ist doch im konkreten Beispiel eher die Landschaftsbaufirma, die den Brandenburgern nicht bestellte Billigware andrehen wollte.

Wer muss deshalb die Kosten für diesen biologischen Massenmord an 1000 Winterlinden tragen, notfalls mit Gerichtsentscheid?

Auffällig und für die MAZ eigentlich auch in diesem Fall zu hinterfragen: Hat Brandenburg als Agrarland tatsächlich keine eigenen Baumschulen?

» croydon | 12.01.2013, 10:18

wahnsinn hat einen Namen


Soetwas geht nur hier in diesem piefigen Staatsgebilde Deutschland.... Schuld daran sind letztlich die Gemeinden mit ihren "Baumschutzsatzungen" deren Artenauswahl weder von irgendwelchen sinnvollen noch verständlichen Kriterien bestimmt wird.
Hier in Stahnsdorf wird Dir mittlerweile im eigenen Garten vorgeschrieben, welche Arten Du anzupflanzen hast. Da werden allen Ernstes Rotbuchen und andere Waldbäume mit zu erwartenden Kronen- und Wurzelbereichsdurchmessern bis 24m für Grundstücke gefordert, die gerade mal 15m breit sind.... und ist der Baum erst einmal gepflanzt, dann gehört er nicht etwa dem Grundstückseigner, sondern der Gemeinde.... in der DDR wurxe man wenigstens "ehrlich" enteignet... die jetzige Regierung steht dem in nichts nach, macht es aber unter dem Scheinheiligen Mantel des kommunalen Rechts....

» snoopy | 13.01.2013, 18:17

Steuergelder; Staatsanwalt ???


Ein gutes Beispiel wie ein Autor mit einem schlecht recherchiertem Thema zur Meinungsbildung beiträgt.
Fakt ist, es gab eine Ausschreibung.
Hier wurde eine Leistung im Detail benannt um für alle Bieter Chancengleichheit zu bieten.
Herr Jeß hat hierzu ein Angebot abgegeben und den Auftrag bekommen, weil er der billigste war (vermute ich mal).
Dann hat er die Leistung erbracht. Da es für einen Betrieb aus Hamburg nicht billiger wird im Berliner Umland Bäume zu pflanzen, wurde die Vertraglich vereinbarte Pflanze von Herrn Jess gegen eine preiswertere ausgetauscht. Der Auftraggeber verlangt nun, nur die Erfüllung der Vertraglich zugesischerten Leistung, zu der Herr Jess sich selbst verpflichtet hat - oder gelten für Herrn Jess keine Verträge?
Ich bin kein Gartenbauexperte, aber ich kann nicht nachvollziehen, warum Herrn Jess hier in der MAZ von Ihrem Autoren ein Forum geboten wird sich darüber zu beklagen, dass er nun zur Nachbesserung seiner Mangelhaften Leistung aufgefordert wurde.
Der Autor des Artikels wäre gut beraten gewesen sich besser zu erkundigen - wie z.B. oben bei FrankO, der die Unterschiede auch für Amateure, wie mich sehr gut benannt hat.
Endlich ist mal jemand beim Flughafen, der Differenzen zwischen Ausschreibung und erachter Leistung entdeckt und beseitigen lässt und auch dafür wird hier nur gezetert. Wenn alles korrekt läuft kostet der ganze Spass nur Herrn Jess sein Geld, und da Herr Jess und seine Angestellten in Hamburg Steuern zahlen haben wir hier sicherlich keine Ausfälle zu befürchten.

» potsdamer2012 | 14.01.2013, 05:46

Viel Wind bzw. heiße Luft um nichts.


Im übrigen befürwortet der Naturschutzbund Brandenburg durchaus die Austauschaktion.

Vertrag ist Vertrag. Ich würde mich auch nicht mit Billig-Linden aus Holland übervorteilen lassen.

Oder dachte da einer die in der Ex-Zone sind so blöd und merken den Unterschied nicht.

Harald Jeß, von der Landschaftsbau-Firma Schrader aus Kölln-Reisiek bei Hamburg jammert jetzt da ihm die Aktion ca. 200.000 Euro kosten wird und nicht wegen der Vögel oder den Linden.

@FrankO

Danke für die Hintergrund-Infos.

@osalon

Mit den Luftnummern des von der Wende und Demokratie im Lande enttäuschten habe ich zu gerne meinen Spaß. Da hat er wenigstens einem der ihm mal zu hört.

@Eierdieb

Kein Steuergeld wurden hier vernichtet. Im Gegenteil wir bekommen nun was wir bezahlt haben. Dies ist ein verdeckter Mangel der konnte somit auch nach der Abnahme geltend gemacht werden. Hätte man besser explizit im Artikel schreiben sollen.

» waschi | 14.01.2013, 09:35

Mein Freund der Baum


Massaker, Massenmord. Der Baum ist auch nur ein Mensch.

Momentan werden Weihnachsbäume verbrannt, herzlos aus dem Fenster geworfen.

Nächsten Dezember schreibe ich einen Beitrag
über nicht artgerechte Massenbaumhaltung.

» Luftpost | 14.01.2013, 11:45

interessant...


@SKrell, @Angler

...was man alles aus dem einen Wort "Schildbürger" ableiten kann...

Grüße aus der Hauptstadt der kleinen DDR
Luftpost

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