
Am 5. September 2006 begannen offiziell die Bauarbeiten für den neuen Großflughafen unter dem Arbeitstitel Berlin-Brandenburg International (BBI). Nicht ganz sechs Jahre später, im Sommer 2012, soll das neue Drehkreuz in Schönefeld eröffnet und in Betrieb genommen werden. Offiziell wird er dann "Flughafen Berlin Brandenburg" heißen, daneben soll er nach dem früheren Regierenden Bürgermeister von Berlin "Willy-Brandt" benannt werden. Die internationale Kennung des Airports lautet BER.
Mindestens 2,5 Milliarden Euro lassen sich Bund und Länder das Prestigeprojekt südlich von Berlin im Landkreis Dahme-Spreewald kosten. 27 Millionen Passagiere sollen den Planungen nach hier abfliegen, landen oder umsteigen. Die alten Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel werden stillgelegt. Der ehemalige dritte Berliner Flughafen in Tempelhof wurde bereits Ende Oktober 2008 geschlossen.
Betreiber des BBI/BER ist die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS), an der die Länder Berlin und Brandenburg mit jeweils 37 Prozent und der Bund mit 26 Prozent beteiligt sind.
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(derzeitiger Stand laut Angaben der Deutschen Flugsicherung)
Panorama-Webcam auf dem BBI-Infotower in 38 Meter Höhe
POTSDAM - Wenn der neue Flughafen in Schönefeld (Dahme-Spreewald) am 3. Juni an den Start geht, könnte er schon bald zu klein sein – zu klein zumindest für die Geschäftsflieger. Das ist das wenig schmeichelhafte Ergebnis eines Gutachtens der Dresdner Gesellschaft für Luftverkehrsforschung, erstellt im Auftrag des Brandenburger Verkehrsministeriums.
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Den Bau des neuen Großflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder Berlin und Brandenburg und der Verkehrsminister wenige Jahre nach der Deutschen Einheit, im Jahr 1996. Damit war klar, dass die drei alteingesessenen Flughäfen Berlins nach und nach stillgelegt werden würden.
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Tegel alias "Otto-Lilienthal" ist der Flughafen des aufstrebenden West-Berlin in der Zeit des Wirtschaftswunders und des Kalten Krieges.
Von 1960 an bedienten regelmäßige Linienflüge Tegel, zunächst nur Air France, später auch Pan American mit Transatlantikflügen.
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Berühmt wurde er durch die Luftbrücke 1948/49 - während der Belagerung West-Berlins durch die Russen steuerten die sogenannten Rosinenbomber Tempelhof an, um Hilfsgüter für die Stadt zu bringen. Eröffnet im Jahr 1923 war der Flughafen Berlin-Tempelhof einer der ersten Verkehrsflughäfen Deutschlands und zeitweise einer der größten Europas.
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SCHÖNEFELD - „Tut mir leid, ich werde meine Flugangst doch nicht los. Könnten Sie bitte meinen Koffer wieder aus dem Flugzeug laden?“ Im Flughafenalltag dürften Abfertigungsmitarbeitern Wünsche wie diese vermutlich weitgehend erspart bleiben. Im neuen Schönefelder Airport werden sie jedoch auch auf Extremfälle vorbereitet.
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