Kultur aus der MAZ
POTSDAM/BERLIN - Wie gut, dass es dort, wo Jana Janicky auf der Berlinale 2009 gearbeitet hat, nur eine Toilette gab. Die Schlange zog sich einige Meter hin. Beste Voraussetzungen, um Kontakte zu knüpfen. „Ich habe bestimmt kein Problem, auf Leute zuzugehen“, sagt die Babelsberger Filmstudentin. Am Ende ihres ersten Festivals hatte sie 40 bis 50 Visitenkarten gesammelt.
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KÖLN/BERLIN - Dem Kapitalistischen Realismus war alles recht, um den Kapitalismus und ganz nebenbei auch noch den Sozialistischen Realismus zu ironisieren. Gerhard Richter war in den 1960er Jahren der Bonner Republik der Matador dieser Bewegung.
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Was tun? Da gibt es diese seltene schöne Vogelart, die vom Aussterben bedroht ist, weil ihr massenhaft Ratten auf die Federn rücken. Soll man deshalb die unsympathischen Ratten, von denen es eh genug gibt, ausrotten, damit die Vögel überleben? Oder soll man den Ratten – auch das sind Tiere, die ihr Lebensrecht haben – kein Haar krümmen?
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Als im Sommer 1997 beim Oderhochwasser die Deiche brachen, verloren nicht nur Tausende Menschen ihr Obdach. Es kam auch zu ergreifenden, manchmal tragikomischen Schicksalsszenen: hier triumphieren Retter beim Katastrophenschutz, dort werden Hilfstransporte fehlgeleitet.
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Für die Juden im von deutschen Truppen besetzten Lemberg gibt es 1941 nur noch eine Richtung zur Flucht: nach unten in die Kanalisation. Die polnische Stadt an der ukrainischen Grenze ist am Ende.
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Für den zwölfjährigen Cyril ist sein Fahrrad nicht einfach nur irgendein beliebiges Fortbewegungsmittel. Es ist sein Tor zur Freiheit, sein Fenster zur Welt. Das Fahrrad gibt ihm die Möglichkeit, seinen abgehauenen Vater zu suchen, der vom Leben völlig überfordert ist und den Jungen in ein Heim abgeschoben hat.
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Aus dem glatt rasierten Streber Auda, der lieber den Koran liest als sich in Abenteuer zu stürzen, ist ein richtiger Kerl geworden. Er hat die Schlacht seines Lebens gewonnen. Nun kehrt der im Krieg zum Bartträger Mutierte zurück in seine Wüstenfestung.
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POTSDAM - Das Brandenburger Literaturbüro hat gestern sein Halbjahresprogramm vorgestellt. Besonders freut sich Geschäftsstellenleiter Hendrik Röder auf drei Buchpremieren. Am 11. März stellt Rolf Hosfeld in der Villa Quandt seine Biografie über Kurt Tucholsky „Ein deutsches Leben“ vor.
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Die Märkische
Sich an die Interpretation großer alter Rocksongs zu wagen, kann gewaltig schief gehen. Umso mehr, wenn sich jemand Meilensteine für die Ewigkeit von Urhebern wie Deep Purple oder The Doors vornimmt. Jazz-Sängerin Pascal von Wroblewsky und ihr langjähriger musikalischer Arrangeur Jürgen Heckel haben sich das getraut – und sind nicht gescheitert.
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Einer betrügerischen Geldverwalterin haben wir das Spätwerk eines Mannes zu verdanken, der ohne den Verlust seines Vermögens wohl in einem Zen-Kloster meditieren würde, fern der eifrigen Welt. Immerhin ist Leonard Cohen 1996 schon zum Mönch Jikan – Der Stille – ernannt worden.
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Natürlich geht’s nicht ohne. Ohne Friedrich, der jetzt ein ganzes Jahr lang 300 wird. Die Havelländischen Musikfestspiele werden 2012 zwölf. Auch nicht schlecht. Schon allein deshalb, weil sie es mit einem vergleichsweise bescheidenen Budget geschafft haben, Saison für Saison im Schnitt 30 Konzerte anzubieten.
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War’s der Banknachbar von links? Kam die Virenladung womöglich doch von hinten, als sich die Klassenbeste, die ihr nicht besonders leiden könnt, in Mathe ständig geschneuzt hat? Und dann noch ihr abartig lautes Niesen, so dass beinahe die Schule wackelte.
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Mit seinem Debüt „Novemberkind“ feierte Christian Schwochow den Durchbruch.
Nun kommt
„Die Unsichtbare“ ins Kino. Das Drehbuch stammt wieder von Heide Schwochow. Mit Mutter und Sohn sprach Marika Bent über Kino, Kindererziehung und Wende-Erfahrungen.
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Die Füße brennen wie Feuer. Langsam fangen sie an zu schwellen. Spätestens jetzt werden die festen Schuhe gegen Latschen eingetauscht. Ein schlurfender Schritt ist unvermeidbar, denn die Waden werden hart wie Stein auf dem Asphalt.
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Mit seinem Programm „Es gibt noch Restkarten“ ist der mit zahlreichen Comedy-Preisen Geehrte am 10. Februar, 20 Uhr, im Kult-Raum Kleinmachnow zu Gast.
MAZ: Sind Sie Frühaufsteher oder Nachtschwärmer?
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Beinahe wäre Charles Dickens Schauspieler geworden, denn er spielt mit Begeisterung den Unterhalter. Schon als junger Mann verwickelt er Journalisten, Grafen und Fabrikarbeiter in vergnügliche Gespräche.
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Der Roman eines unbekannten Schweden hat sich zu einem internationalen Bestseller entwickelt. Der Journalist Jonas Jonasson, der in diesem Jahr 50 wird, hat in seinem Erstling so viele gute Ideen versammelt, dass es auch für fünf Romane gereicht hätte.
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Es klingt verrückt: ein Autor, ein Titel und gleich zwei deutsche Verlage, die den Erzählband „Winesburg, Ohio“ von Sherwood Anderson (1876 -1941) innerhalb einer Woche in neuer Übersetzung vorlegen.
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